Otto Pankoks Jahre in der Eifel

Schleiden · "Der Maler Otto Pankok in der Eifel" - so heißt der Film, den vogelsang ip heute um 19 Uhr zeigt. Filmemacher Dietrich Schubert wird im Anschluss Fragen beantworten.

Schleiden. "Dietrich Schubert ist es auf bemerkenswerte Weise gelungen, Otto Pankoks Jahre in der Eifel filmisch nachzuerzählen und damit auch das künstlerische Werk für den heutigen Betrachter eindrucksvoll aufzuschließen", sagt Klaus Ring, wissenschaftlicher Referent der vogelsang ip.
Wichtigste Interviewpartnerin des Films ist die heute 86-jährige Tochter des Künstlers, Eva Pankok, die über wichtige Stationen der Flucht, Verfolgung und Rettung der Familie berichtet. Obwohl selbst in Lebensgefahr, versteckten die Pankoks andere Verfolgte wie einen Malerkollegen mit seiner jüdischen Frau sowie Zwangsarbeiter. Im Film trifft die Tochter bei einem Besuch im Zufluchtsort Pesch Menschen wieder, die sie als Jugendliche dort gekannt hatte - Menschen aus Familien, die den Pankoks auf vielfältige Art geholfen haben.
Der Künstler Otto Pankok ist einer der bedeutendsten Vertreter des expressiven Realismus in der europäischen Kunst des 20. Jahrhunderts. Etliche Kunstwerke entstanden in den entscheidenden Jahren seines inneren Exils in der Nähe der ehemaligen NS-Ordensburg Vogelsang. Unter der ständigen Gefahr, entdeckt zu werden, malte er einen Zyklus "Jüdisches Schicksal" und versteckte die Bilder unter der Bühne des Dorf-Tanzsaals von Pesch.
Die Filmvorführung ist der zweite von vier Terminen im Begleitprogramm des Ausstellungsprojekts "Von der Bruderschaft mit aller Kreatur - Otto Pankok und sein künstlerisches Werk". Veranstalter sind das Bischöfliche Clara-Fey-Gymnasium Schleiden (CFG), die Seelsorge im Nationalpark Eifel und vogelsang ip. Die Doppelausstellung ist noch bis zum 15. März 2012 im Forum Vogelsang und vom 30. September bis zum 23. November 2011 im CFG zu sehen. Der Eintritt zum Film und zur Ausstellung ist kostenfrei, Parken kostet 3 Euro.
Weitere Infos unter www.vogelsang-ip.de red