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Parkprobleme trüben Freude über ausgebaute Weiherstraße

Parkprobleme trüben Freude über ausgebaute Weiherstraße

Der Ausbau der Weiherstraße in Neuerburg ist ein Vorzeigeprojekt geworden. Die Einbahnstraße wurde gepflastert, die Hofflächen optisch angepasst. Jetzt sieht alles prächtig aus. Allerdings trübt die Klage von Anwohnern über die Parksituation das positive Bild.

Neuerburg. Eine stolze Stadtbürgermeisterin stellt das Ergebnis jahrelanger Planung und Bauarbeiten vor. "Es ist sehr schön geworden", resümiert Anna Kling. Das Gespräch mit dem TV bemerken einige Anlieger und gesellen sich dazu. Gudrun Schmitz wohnt am Talende der Weiherstraße und ist froh, dass jetzt alles fertig ist. "Es hat gedauert, es war beschwerlich, aber jetzt zählt das Ergebnis. Und das ist gut", sagt die Dame, die auch nichts gegen die Anfrage der Stadtbürgermeisterin wegen der Befestigung eines Schildes an ihrem Haus hat. "Klar, das ist doch kein Problem. Dann muss ja da kein extra Schildermast gesetzt werden", sagt die Anliegerin. Auch Erna Curtiss ist vom guten Ergebnis des Straßenausbaus überzeugt. "Die Bauzeit hat uns auch Nerven gekostet. Es war manchmal schwierig, den Einkauf nach Hause zu bringen, weil wir ja nicht mehr mit dem Auto reinfahren konnten", sagt sie. Immer wieder hätten Bauarbeiter den Anwohnern geholfen, zum Beispiel, wenn die Mülltonnen im Baustellenbereich bewegt werden mussten.
Die Stadtbürgermeisterin äußert sich ähnlich: "Die Zusammenarbeit mit den Firmen und den Anwohnern war wirklich gut." Sie hofft, dass die Stimmung so gut bleibt.
Denn für die Anlieger der Weiherstraße gibt es vor allem ein Problem: das Parken vor der Haustür. "Schon vor dem Ausbau war es nach der Straßenverkehrsordnung nicht erlaubt, dort zu parken, wo anschließend weniger als drei Meter Platz bleibt", erklärt Kling mit dem Verweis auf freie Fahrt für Rettungsdienst und Feuerwehr.
Stärker als bisher will sie darauf drängen, dass diese Vorschriften auch eingehalten werden. Sie sucht auch mit den Anliegern das Gespräch, um um Verständnis zu werben. Verständnis, das Albert Berlingen bisher nicht hat. "Dann hätten wir besser auf den Ausbau verzichtet, wenn ich hier nicht mehr parken darf", klagt er. rh
Extra

Das Bauvorhaben Weiherstraße kostet 502 000 Euro. Die Stadt Neuerburg investierte 317 000 Euro für den Straßenausbau (30 Prozent Anteil Stadt, 70 Prozent Anteil Anlieger). Die Werke zahlen für Mischwasserkanal und Hausanschlüsse 106 000 Euro. Die Kommunalen Netze Eifel erneuerten die Hauptleitung und die Hausanschlüsse für 80 000 Euro. Straßenbeleuchtung und anderes: 95 000 Euro. rh