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Pastoralreferent Michael Schlüter spricht beim Glaube im Alltag

Glaube : Neustart – was wäre das für Sie?

Das Jahr 2018 ist erst wenige Wochen jung. Ist für Sie bislang alles beim Alten geblieben oder gab’s schon Neues? Ein neues Jahr könnte doch eigentlich mal was Neues bringen! Tut’s bestimmt auch.

Vielleicht finanziell. Doch man weiß ja: Geld allein macht nicht glücklich; aber mit Geld lassen sich viele Wünsche erfüllen und das macht glücklich. Oder? Ein Stück weit sicher, eine Zeit lang schon, glaube ich.

Man kann mehr Freiheit genießen. Und eine Politik, die auf mehr Gerechtigkeit und Solidarität mit materiell Benachteiligten zielt, dient dem sozialen Frieden.

Nur: Der Ansatz – vom Geld her gedacht – befriedigt nicht wirklich – jedenfalls die nicht, die ihre Seele einigermaßen davon unabhängig und gesund erhalten wollen.

Psychosomatische Erkrankungen sind häufig geworden. Seelenheilkunst, Psychotherapie hat Hochkonjunktur. Die christliche Botschaft und als Antwort die christliche Glaubenspraxis ist ein „Heils- und Heilungsringen“ mit dem Ziel der Lebensfreude und Lebenserfüllung. Im Alltag ist es das Wagnis, sich das Wort Gottes immer neu „einzusprechen“ im Vertrauen, dass es bewirkt, was es ausdrückt.

Und dann im Tun zum Beispiel die Erfahrung machen: Gott findet in seiner Allmacht tatsächlich alte und neue Wege, um mich so zu führen, wie es mir im ureigensten entspricht. Ich brauche sein Licht für den nächsten Schritt, um zu erspüren, was anliegt.

In diesem umfassenden Sinn wünsche ich uns allen einen Neustart.

Michael Schlüter, Pastoralreferent im Ruhestand, Dekanat Vukaneifel