Paukenschlag zum Einstand
Mit Vorliegen der Instrumentenflug-Genehmigung wollte die Flugplatz Bitburg GmbH ihre Führung professionalisieren. Als neuer Geschäftsführer sitzt Günter Krahé am Steuer der GmbH, die sich über den neuen Anteilseigner Frank Lamparski freut.
Bitburg. (scho) Der Luxemburger Unternehmer Frank Lamparski will in eineinhalb Jahren bereits den ersten Flugzeughersteller in Bitburg ansiedeln. Pläne, die auf Gegenliebe beim GmbH-Geschäftsführer Günter Krahé stoßen, der im TV Position bezieht:
Sie sind kaum an Bord der Flugplatz GmbH, und schon kann die Gesellschaft einen neuen Anteilseigner und Großinvestor vorweisen. Ein Glücksfall?
Günter Krahé: Das von Herrn Lamparski und seiner Gruppe vorgestellte Konzept kann ein Glücksfall für die gesamte Region, weit über Bitburg hinaus, werden. Doch Glück haben nur die Tüchtigen. In diesem Falle waren es mein Vorgänger Helmut Berscheid, Aufsichtsratsvorsitzender Michael Billen und Norbert Kraff von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, die diesen Kontakt aufgebaut haben. Zu dem Zeitpunkt, als die Pläne der Entwicklergruppe um Frank Lamparski der Flugplatz GmbH vorgestellt wurden, saß ich bereits mit im Boot.
Was halten Sie von den Plänen?
Günter Krahé: Das Konzept der Entwicklergruppe wirkt auf mich stringent und basiert auf den hervorragenden Geschäftskontakten des Herrn Lamparski. Das Flächennutzungskonzept bestätigt den von der Bitburger Firma Isu im Auftrag des Zweckverbands Flugplatz Bitburg vor einigen Jahren erarbeiteten und mehrfach fortgeschriebenen Masterplans für das Flugplatzgelände. Hier wurde richtig geplant und nichts verbaut, um auch ein solch großes Konzept für die Zukunft umsetzen zu können. Herr Lamparski belegt die Ernsthaftigkeit seiner Interessen mit der Übernahme der seit Anfang des Jahres unbelegten Anteile an der Flugplatz GmbH.
Aber anders als Sie setzt er auch auf Passagierflug - ein Irrweg?
Günter Krahé: Auch Herr Lamparski setzt in den ersten Schritten auf Cargo- und Werftverkehre, um den "Bit-Airport" ins Rollen zu bringen. Insofern ist dies in keiner Form widersprüchlich zu den bisherigen Ansätzen, sondern vielmehr eine Bestätigung für sie. Nur mit den internationalen Kontakten des Herrn Lamparski und den wirtschaftlichen Möglichkeiten seiner Projektgruppe ist ein solches Passagierflugkonzept umsetzbar. Die angedachten Verbindungen mit Osteuropa sind sicher eine noch nicht ausreichend bediente Nische im aktuellen europäischen Streckennetz. ZUR PERSON Günter Krahé (41 Jahre) ist seit August 2009 Geschäftsführer der Flugplatz Bitburg GmbH. Zuvor war er Marketing- und Verkaufsmanager bei der Jet Executive International Charter GmbH & Co KG in Düsseldorf. (scho)