Per Fahrrad zu römischen Denkmälern
Das Obere Kylltal hat landschaftlich wie kulturell einiges zu bieten. Sieben Gemeinden entlang der Kyll machten mit einem Familien-, Rad- und Wandertag am Pfingstsonntag hierauf aufmerksam. Nur der Wettergott hielt viele vom Radeln ab.
Birgel/Hallschlag. Wen die antike römische Büste darstellt, die an der St. Hubertus Kapelle in Niederkyll angebracht ist (es ist die einzig erhaltene im Kreis Vulkaneifel), weiß niemand mehr (der TV berichtete). Nur wenige Besucher sahen sich die Statue an, zu nass war es am Familien-, Rad- und Wandertag an der Oberen Kyll, sodass viele Freizeitradler am Pfingstsonntag lieber zu Hause blieben als sich auf den Kylltalradweg zu machen. Doch wie heißt es so schön: "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung". Und so wagten sich denn auch vereinzelt einige Radfahrer auf die abwechslungsreiche Strecke. Für sie gab es zur Belohnung immerhin am Nachmittag den einen oder anderen Sonnenstrahl. Und das umfangreiche Programm, das die sieben Gemeinden entlang der Kyll auf die Beine stellten, war auf jeden Fall einen Ausflug wert. Sieben Aktionspunkte richteten Vereine, Gaststätten und die Bevölkerung ein. In Birgel gab es zeitgleich ein Mühlenfest
In Zusammenarbeit mit dem Projekt "Straße der Römer", das römische Denkmäler touristisch miteinander vernetzt, wurden an drei Aktionspunkten Führungen angeboten, so im römischen Kastell "Icorigium" in Jünkerath, auf der Römerstraße zwischen Schmidtheim und Esch und am römischen Denkmal in Niederkyll. Dort verkaufte die Misereor-Gruppe für die Renovierung der oben genannten Büste Kaffee und Kuchen. Eröffnet wurde der Rad- und Wandertag am Sonntagmorgen in Birgel, wo zeitgleich das Mühlenfest stattfand. Hier konnten Kinder Brot backen und sehen, wie Senf hergestellt wird. Weitere Stationen waren Jünkerath, Dahlem, Kerschenbach, Kronenburg und Hallschlag, wo es Führungen auf dem Moorlehrpfad, Kinderunterhaltung und ausreichend Verpflegung gab. In Niederkyll nutzte außerdem die "Initiative Bahntrassenradweg" die Gelegenheit, um auf den Nutzen eines Radweges auf der ehemaligen Bahnstrecke aufmerksam zu machen. Andreas Wisniewski, Geschäftsführer der Tourist-Information Oberes Kylltal, organisierte den Radsonntag: "Es ist der Beginn der Freiluftaktivitäten an der Oberen Kyll. Der Radsonntag soll ein Signal sein für Wanderer und Radfahrer."