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Persönliche Daten, am Arm getragen

Persönliche Daten, am Arm getragen

Sie sollen der besseren und schnelleren Identifikation dienen: Im St.-Joseph-Krankenhaus Prüm werden in diesen Tagen Armbänder für alle Patienten eingeführt. Das Tragen sei allerdings freiwillig, teilt das Krankenhaus mit.

Prüm. Im Krankenhaus Prüm können Patienten von nun an sogenannte Identifikationsarmbänder anlegen. Der Sinn, so heißt es bei der Caritas-Trägergesellschaft West (ctt), sei mehr Sicherheit. Die Patienten erhalten das Armband bei ihrer Aufnahme ins Krankenhaus. Dazu Kersten Krauter, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Inneren Medizin: "Das Patientenarmband bietet eine zusätzliche Möglichkeit, neben der persönlichen Ansprache und der Krankenakte, die zu Behandelnden sicher und genau zu erkennen."
Die Ärzte, das Pflegepersonal und alle weiteren an der Behandlung beteiligten Personen können laut ctt damit die Patienten "im Operationssaal, auf den Stationen oder bei Untersuchungen und Therapien außerhalb des Patientenzimmers noch besser eindeutig identifizieren, auch wenn diese einmal nicht ansprechbar sind".
Auf dem Armband sind die persönlichen Daten aufgedruckt: Vor- und Zuname, Geburtsdatum und eine Fallnummer. Das entspreche den Vorgaben des Datenschutzes, auch das Aktionsbündnis Patientensicherheit befürworte die Bänder, die nach der Entlassung entsorgt werden sollen. Im Kreißsaal erhalten sowohl die Mutter als auch das Neugeborene solche Armbänder.
"Das Tragen dieses Armbandes ist natürlich freiwillig. Doch im Sinne der Patienten empfehlen wir, es während des gesamten Krankenhausaufenthalts am Handgelenk zu belassen", sagt Frank Tietz, Pflegedirektor im Prümer Krankenhaus. red