Pfarrkirche Wißmannsdorf muss wegen Rissen im Altarraum geschlossen werden

Adventszeit ohne Gotteshaus : Statikprobleme in Wissmannsdorf - Pfarrkirche ist geschlossen

Wegen Rissen im Altarraum ist die Schließung des Wißmannsdorfer Gotteshauses nötig. Auch das Adventskonzert fällt aus.

(red/ma) „Die Kirche in Wißmannsdorf ist wegen statischer Probleme geschlossen“, teilt Pastor Berthold Fochs schriftlich mit. Bei einer zweiten Begehung und Sichtung von Rissen in der Pfarrkirche Wißmannsdorf durch einen Architekten war die Schließung der Kirche die unausweichliche Konsequenz – aus Sicherheitsgründen. Denn: Neben den Rissen im rechten Seitenschiff, die eher als unproblematisch eingestuft werden können, brachten die Untersuchungen der Risse im Altarraum ein statisches Problem zu Tage.

In einer weiteren Analyse Anfang Dezember durch Architekt, Statiker und eine Fachfirma wird der tatsächliche Sanierungsbedarf ermittelt.

Der Kirchengemeinderat Wißmannsdorf hat in seiner Sitzung am Dienstag, 26. November, in Rücksprache mit den Gremien der Pfarrei Biersdorf beschlossen, bis zum Abschluss der Sanierungsarbeiten die Sonn- und Feiertagsgottesdienste in die Pfarrkirche St.-Martin Biersdorf zu verlegen. Betroffen von der Schließung sind 924 Angehörige der Pfarrei Wißmannsdorf, wie Klaus Bender, Dechant des Dekanates Bitburg, mitteilt. Zwar wusste er noch nichts von der Schließung, er kennt die Kirche aber aus seiner Wißmannsdorfer Zeit von 1987 bis 1994 sehr gut. Bender erklärt sich die Risse durch die Hanglage der Pfarrkirche.

Für Taufen, Trauungen, Jubelhochzeiten, Sterbeämter sowie Wort-Gottesfeiern stehen die Filialkirchen der Pfarrei Wißmannsdorf – Hermesdorf, Brecht und Koosbüsch – zur Verfügung, aber auch die Pfarrkirchen Biersdorf und Rittersdorf – in Absprache mit dem Pfarrbüro Rittersdorf. Die Pfarrbriefe liegen in Wißmannsdorf im Vorraum des linken Seiteneingangs zum Abholen aus. Über den aktuellen Stand beziehungsweise das weitere Vorgehen der Sanierung wird im Schaukasten vor der Wißmannsdorfer Kirche als auch im jeweiligen Pfarrbrief informiert. Das geplante Adventskonzert des Musikvereins und des Kirchenchores Wißmannsdorf am Samstag, 7. Dezember, fällt ebenfalls aus.

„Sicherheit geht natürlich vor, wenn der Statiker nächste Woche kommt, wissen wir mehr“, sagt Ortsbürgermeister Rudolf Winter. Was das Adventskonzert angeht, da gab es auch viele Überlegungen, es in andere Räume zu verlegen, wie der Ortschef betont. Das Bürgerhaus sei aber nicht groß genug, und auch die Kapelle in Koosbüsch hätte nicht ausgereicht. „Bei dem Adventskonzert wären mit Musikverein, Jugendorchester und Kirchenchor 80 Personen aufgetreten“, gibt Winter zu bedenken. Haben die Sänger und Musiker nun völlig umsonst geprobt?

„Wir haben hin und her überlegt, ob wir das Konzert in die Kirche nach Biersdorf verlegen“, sagt Winter. Dabei habe man sich gefragt, ob der Aufwand sich überhaupt lohne, ob genug Besucher kämen.

Dennoch waren die Proben nicht vergebens, wie Ortsbürgermeister Winter versichert: Der Musikverein wird beim Weihnachtsbaumverkauf am Samstag, 14. Dezember, am Nengshof in Wißmannsdorf auftreten. Und der Wißmannsdorfer Kirchenchor gestaltet dann den Gottesdienst am 1. Weihnachtsfeiertag in der Pfarrkiche in Biersdorf mit.

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