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"Pferde-Leute sind Regen gewöhnt"

"Pferde-Leute sind Regen gewöhnt"

Wo sie das Glück des Menschen finden - bekanntlich auf dem Rücken der Pferde - wissen die Besucher des 36. Prümer Pferdemarktes, dessen Ausrichter der Reitverein Prümer Land ist. Der Verein zog trotz des Regens, der das Show-Programm verkürzte, eine positive Bilanz.

Prüm. Der Vorsitzende Werner Arenz zeigte sich mit dem 36. Prümer Pferdemarkt zufrieden, auch wenn heftige Regenschauer den Verlauf der Veranstaltung begleiteten: "Leute, die Pferde haben, sind Wetter erprobt und Regen gewöhnt. Denen macht das hier nichts aus", erklärte Arenz. Der Markt auf dem Ausstellungsgelände war dementsprechend von vielen Pferdehändlern und -haltern gut besucht. Auch andere Pferdebegeisterte - darunter viele Familien - nutzen die Gelegenheit, die stolzen Vierbeiner zu sehen. Die Tiere standen in der Markthalle zum Verkauf, geschützt vor der Witterung und gestreichelt von vielen Kinderhänden. Vor der Markthalle reihten sich die Verkaufsstände aneinander: Reitstiefel, Lederwaren, sogar kleinere Kutschen waren im Angebot.Trickreiter im Kosackenhang

Das Unterhaltungsprogramm musste durch den Regen leicht verkürzt werden, doch vor allem die Greifvogel-Ausstellung der "Anderswelt-Erlebnisfalknerei" aus Kopscheid entschädigte die Besucher. Dunja Klimkeit zeigte einen Uhu, zwei Falken und einen Geier. Die Tiere sind speziell abgerichtet und kommen bei Filmproduktionen zum Einsatz. Was das mit Pferden zu tun hat? "Der Uhu kann auf einem Hund reiten", sagte Klimkeit. Der Hund Ahblazza bekommt dazu einen Lederumhang umgeschnallt.Zur Programm gehörte außerdem die Vorstellung der "Comanches", weiblicher Trickreiter, die einmalig in Europa sind. Das Programm besteht aus Kunststücken wie dem "Kosackenhang" und dem Reiten nach Art der Indianer ohne Steigbügel. Im Galopp spaltete eine der Artistinnen mit einem Speer eine Zitrone, die von ihrer Kollegin gehalten wurde. Die hochkarätige Truppe, die zum zweiten Mal in Prüm war, freute sich über das begeisterte Publikum. Das Wetter machte ihnen allerdings etwas zu schaffen, wie die Artistinnen nach der Vorstellung berichteten: "Durch den Regen wird alles rutschig. Ich hatte wenig Halt", sagte Karina Vandersee, die bei der Vorstellung den Speer führte.Ein weiterer Programmpunkt war der Auftritt von Jörg Versteegen und Jos Clemens vom Reitverein als "Zwei Reitweisen", die Turnier- und Westernreiten miteinander verbinden. Arenz will die Botschaft dieser Vorstellung auch für den Pferdemarkt insgesamt verstanden wissen: "Bei aller Rivalität zwischen diesen Disziplinen, letztlich ist allen die Liebe zum Pferd gemeinsam."