Pflanze pflegen

Mit viel Euphorie haben die Verantwortlichen vor fünf Jahren das EU-Förderprojekt "Grünes Land Eifel-Ardennen" (GLEA) auf die Schiene gesetzt. Die Koordinationsstelle hat es geschafft, sich länderübergreifend für die Landwirtschaft einzusetzen.

Ein großes Thema ist dabei das Grünland-Management, speziell die Suche nach ertragsreichen Gräsern mit hoher Futterleistung. Die deutsche Bundessortenempfehlung wird künftig auch in den Regionen der Wallonie übernommen. Das ist nicht zuletzt auch ein Verdienst von GLEA. Umso bedauerlicher, dass die Zukunftsaussichten von GLEA weniger euphorisch gesehen werden können, wie noch vor fünf Jahren. Da war noch von steigender Mitarbeiterzahl die Rede und einem Grünland-Institut, das sich aus der Keimzelle GLEA entwickeln sollte. Fakt ist, dass es für den großen Traum kein Geld geben wird. Doch das Projekt läuft weiter, so wünschen es sich die Projektträger. "Gemeinsam wollen wir die Pflanze GLEA weiter pflegen, sagt der Leiter des Dienstleistungszentrums für den ländlichen Raum, Johann Mücken. Die nächsten Jahre werden zeigen, ob GLEA sich so widerständig zeigt, wie die Gräser, die sie erforscht, oder ob der Koordinationsstelle irgendwann das Wasser ausgeht. Schade ist, dass sich Luxemburg bisher an diesem Projekt nicht beteiligt hat und vorerst wohl auch nicht tun wird.