Pitter gegen den Rest der Stadt

Hätte, wäre, wenn… Ob Sie's glauben oder nicht, selbst so gestandene Eifeler Männer wie ich hadern manchmal mit dem Schicksal. Und alles nur wegen der Stadt Bitburg, denn wegen ihr fing der Schlamassel eigentlich an.



"Verkaufsoffener Samstag - wir machen mit" - dass ich mich nicht an meiner Stubbi-Flasche verschlucke! Da wollte ich letztens doch tatsächlich mal um kurz vor sechs am Samstag noch einen Einkauf erledigen, und was ist? Ich stehe vor verschlossenen Türen. "Pitter, jetzt reg' dich doch net so auf wegen so 'ner Lappalie", meinten meine Skatkumpels. Doch die wussten ja auch nicht, dass ich deswegen einen Tag später - an Walburgas Geburtstag - ohne Geschenk dagestanden habe.

Meine bessere Hälfte wollte es zwar nicht einsehen, aber ich bin mir sicher: Schuld ist nur die Stadt Bitburg, weil die überall diese irreführenden Schilder aufgestellt hat - und deswegen bin ich auch gleich am nächsten Tag zur Verwaltung hin und hab' mich beschwert. Doch die haben mich einfach abblitzen lassen!

Also bin ich zum Bürgerbeauftragten gegangen, denn schließlich soll der ja da eingreifen, wo es zwischen Bürgern wie mir und den Behörden hakt. Walburga hat sich vorher extra noch die Locken neu gewickelt, um den Mann ein bisschen zu bezirzen. Hätt' ich allerdings gewusst, dass ich wegen ihrer Verschönerungs-Aktion eine Fahrt nach Mainz verpasse, hätte ich sie in der Küche gelassen. Der Bürgerbeauftragte sagte mir nämlich, dass er just vor mir den 100 000. Bürger empfangen habe, den er nun in den Landtag einladen werde. Ich hab' mit Engelszungen auf ihn eingeredet, aber er wollte diese Zählung einfach nicht schönrechnen.

Dabei wär' das doch die viel bessere Schlagzeile im TV gewesen: "Pitter mit der 100 000 Pittition"…