Pitter

Genau darauf habe ich gewartet. Wenn jetzt tatsächlich nach dem ganzen Zauder- und Zöger-Programm zwei Verbandsgemeinden schon mal zusammengehen, wird ein neuer Bürgermeister gewählt.

Und ich habe mir, obwohl die Sache mit der Landratswahl ja damals nicht geklappt hat, reiflich überlegt, ob ich es nicht noch mal versuchen soll. Ich spüre einfach, dass ich gebraucht werde. Als Bürgermeister vom Bitburger Land würde ich zunächst mal Bitburg, Speicher und Irrel eingemeinden. Das wird nämlich für das Oberhaupt finanziell lukrativer, je größer das Gebilde wird. Ich höre schon meine Gehaltskasse klingeln. Versteht doch kein Mensch, warum Bitburg eine eigene Verwaltung braucht, gehört doch wohl auch zum Bitburger Land. Mich schockt das auch nicht, wenn die in ihrer Verzweiflung versuchen, sich durch einen linksdrehenden Ring von der Außenwelt abzukapseln, um nicht eingenommen zu werden. Es wird ihnen nicht viel helfen. Man sollte auch mal den Mut haben, einfach die Pflöcke einzurammen. Als Regierungssitz könnte ich mir die alten Kasernen auf dem Housinggelände vorstellen. Da ließen sich drei, vier Blocks mit Leichtigkeit zu einer ansehnlichen Schloss-Bellvue-Größe verbinden. Ich will mich ja nicht blamieren, wenn Gauck als dritter Bundespräsident in Folge demnächst Bitburg besucht. Es heißt, die Berliner interessieren sich dafür, am Kurfürstendamm ein ähnliches Projekt zu verwirklichen wie die Bit-Galerie, sorgen sich aber, ob das nicht zu groß wird. Deshalb heißt es, Gauck wolle sich vorab in Bitburg informieren. Aber zurück zur Eingemeinderei: Meinetwegen können wir Irrel samt diesem Kaschenbach nach der Fusion auch wieder meistbietend verkaufen. Damit ließen sich nämlich unser Haushalt sanieren und Rücklagen bilden. Denn bei den Luxemburgern wird ja das Land knapp, während sie Geld wie Heu haben. Aber wollen die Irrel?! Naja, irreln ist menschlich. Prost, Diese und weitere TV-Kolumnen finden Sie auch im Internet auf www.volksfreund.de/kolumne