Pitter

Also eins muss man diesen Bitburgern lassen. Beda-Markt können sie.

Ich hab\' den Beda-Markt richtig gern. Es wandelt sich ja auch schon gerade schon. Da fahren die eineinhalb Jahr lang linksrum im Kreis, dann, wenn man sich gerade anfängt, daran zu gewöhnen, wollen sie wieder Gegenverkehr. Und ich vermute: Kaum hat man sich daran dann wieder gewöhnt, kommt am Ende wieder das Einbahn-Ring-Ding. Nur für den Fall, dass sich in dem bisschen Zeit dazwischen nicht genug ändert, bauen die Bitburger was - oder reißen was ab. Walburga und ich gehen jedenfalls immer zum Beda-Markt. Nicht, weil wir noch mal neu bauen wollen oder uns einen dieser Nobelschlitten leisten könnten. Wir treffen gerne Leute. Und da hat man ja bei 70 000 Besuchern eine gute Chance. Ich frage mich, wie die Bitburger das eigentlich ermitteln. Ich kann es mir nur so vorstellen: Alle Tiere werden mitgerechnet, Autos zählen pro PS, dann wird an jedem Stand jeder Gast exakt verbucht und nach dem Eröffnungsrundgang - je nach Menge der konsumierten Schnäpse - verdoppelt oder verdreifacht. Wer bis abends durchhält, zählt sowieso für zwei. Wer samstags und sonntags immer noch dabei ist, bekommt Gruppenbonus und wird im Besucher-Barometer als ein Dutzend gewichtet. Ist die Stadt sonntags richtig voll, klingelt die 70 000 im Gäste-Rechner. Zwei Schnaps und ein paar Zwischenbierchen hab\' ich schon - und meine Walburga sehe ich spätestens heute Abend doppelt. Also zählt mit, ich zähl\' auf euch. Man sieht sich, Weitere Kolumnen auf volksfreund.de/kolumne