Pitter

Als ich neulich mit ein paar Stubbis intus aus einer Bitburger Kneipe eierte, fand ich mich plötzlich vor diesem Glockenturm wieder. Der heißt doch tatsächlich Glockenturm, obwohl er keine Glocken hat.

Früher hat der Turm seinem Namen alle Ehre gemacht und zu jeder vollen Stunde Glockenspiel gespielt. Und jetzt?! Nix. Hilft nur eins: selber machen. Nach guter Eifeler Sitte gehe ich, Pitter, jetzt für Bitburg klappern. Zuerst klappere ich mal stromabwärts auf dem Spittel, wo "Mein Freund der Baum" keine Chance hat, weil da jetzt dieses mobile Grün sich breitmacht: Das ist so mobil, dass ich, die Lampen schon ordentlich am Brennen, was in Bitburg wohl mit zum Beleuchtungskonzept gehört, Angst habe, dass mich das ganze mobile Grün noch bis zur Gartenschau bei mir daheim verfolgt. Da geht man schon für Bitburgs kaputte Glocken klappern und zum Dank rollen sich einem Birnbäume in den Weg - und dann kommt man nicht nach Hause, weil man in dieser Stadt vor lauter Wald die Bäume nicht mehr sieht. Aber erklär' das mal einer meiner Walburga. Da kann ich jetzt schön klappern auf meinem Highway to Hell und Stairways to Heaven suchen, wenn ich da so kornblumenblau ohne weiße Rosen aus Athen noch rein in mein Heim kommen will. Ansonsten hilft nur noch der Host Nation Council, dieser starke transatlantische Verband müsste doch auch gestrandete Flower-Power-Missionare wie mich unterstützen. Prost,