Pitter

Als ich am Dienstag mit meinen Skatbrüdern mein trautes Heim erreichte, konnte ich es nicht fassen. Es hätte mich gleich verdächtig stimmen müssen, dass meine Walburga so begeistert war, dass wir die WM-Partie Deutschland gegen Brasilien bei uns gucken - als Herrenrunde mit ausreichend Fachkompetenz und ein paar kühlen Blonden.

Dann das: Meine Walburga und zwei Nachbarsfrauen, drei (Alb-)Träume in Schwarz-Rot-Gold, haben sich mit Kriegsbemalung auf den Backen unmissverständlich zwischen den Schnittchenplatten vor dem Fernseher positioniert. Als wäre es das Wichtigste, dass sie selbst schon mal da sitzen. Um ihre Hälse baumelten schwarz-rot-gelbe Girlanden, um die Hüften hatten sie Deutschland-Fahnen wie Strandtücher geknotet. Und diese aufgescheuchte weibliche Dreier-Kette hatte rein akustisch den Abend ziemlich fest im Griff. Acht Tore fordern ihren Tribut. Meine Herren, wir müssen an unserer Aufstellung arbeiten. Mein Vorschlag fürs Endspiel: Frauen gucken in der Stadthalle, Herren im Zelt. Getrennt marschieren, vereint schlagen. Sonst bekomme ich noch "Torschusspanik". Prost,