Planen, bauen finanzieren
Die Bitburger- und die Kölnerstraße in Neuerburg werden ausgebaut. Bessere Gestaltung des Ortsbildes und der Wohnqualität sind das Ziel. Das hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen.
Neuerburg. (rh) In Neuerburg beschäftigte sich der Stadtrat mit verschiedenen Bau- und Gestaltungsvorhaben. Die Vorstellung der Planungen für den Ausbau der Bitburger- und Kölnerstraße im Zuge der Landesstraßen vier und zehn sowie der Bebauungsplan für das Teilgebiet des ehemaligen Bahngeländes waren die Hauptpunkte der Beratungen. Zwei Varianten für den Ausbau der Bitburgerstraße stellte der Landesbetrieb Mobilität aus Gerolstein den Ratsmitgliedern und Zuhörern vor. Helmut Bell und Manuel Norta präsentierten ihre Vorschläge. So konnten die einzelnen Passagen, ergänzt durch eingeblendete Fotos von der Örtlichkeit, detailgenau betrachtet werden. "Eine Neugestaltung des Ortseingangs aus Richtung Sinspelt ist für das Erscheinungsbild der Stadt notwendig und durch die vorgestellte Planung erreichbar", sagte Helmut Bell. Die Straßenbreite wird von bisher sieben auf sechs Meter verringert. Dadurch ergeben sich Möglichkeiten der Gestaltung des Zwischenraumes vom Fahrbahnrand bis zu den Häuserfronten. "Ob nun der Gehweg an die Straße oder die Häuser angrenzt, oder ob dies für die Parkplätze der Anlieger gelten soll, das muss der Rat entscheiden. Wir haben vorgesehen, dass es für die Anlieger Möglichkeiten gibt, die Gestaltung der Bereiche vor ihren Häusern mit zu beeinflussen", sagte Bell. Täglich 4500 bis 5000 Autos auf der Bitburger Straße
Vorgesehen ist auch ein Fahrbahnteiler mit Überquerungshilfe. Ratsmitglied Joachim Schmatz hätte hier lieber einen richtigen Zebrastreifen. Die Fachleute vom Landesbetrieb rieten davon dringend ab. Landesweite Untersuchungen hätten zum Ergebnis, dass bei vergleichbaren Fahrzeugdichten - durch die Bitburger Straße in Neuerburg rollen täglich zwischen 4500 und 5000 Fahrzeuge - Zebrastreifen unsicherer seien als die vorgeschlagene Überquerungshilfe. Offen blieb auch die Frage, wo und wie genau die Bushaltestelle eingeplant werden soll. Im Rat entstand eine Diskussion über Vor- und Nachteile der beiden Varianten. Dabei begegneten sich sowohl Argumente für einen autogerechten, als auch für einen menschengerechten Ausbau. "Wir werden in einer Anliegerversammlung die Meinungen der direkt Betroffenen einholen", sagte Manfred Dichter von der VG-Verwaltung Neuerburg. Die vorgesehene Baulänge in der Bitburger Straße beträgt etwa 300 Meter, die geschätzten Baukosten liegen bei 250 000 Euro.Im Bereich der Kölner Straße stehen vor allem umfangreiche Kanalarbeiten an, die von den VG-Werken getätigt werden. Bei der Verkehrsführung soll die problemlose Ein- und Ausfahrt für Lastkraftwagen auf angrenzende Grundstücke berücksichtigt werden. "Das wird sich der Bauausschuss noch einmal vor Ort ansehen und dann ein Votum in den Stadtrat einbringen", sagte Stadtbürgermeister Willi Hermes, der damit den nördlichen Stadteingang wieder in ein besseres Licht rücken will. Die Kosten betragen etwa 500 000 Euro für Gehweganlagen, Deckenerneuerung, Umgestaltung des Knotenpunktes und die Sanierung des Brückenbauwerks. Die Baumaßnahmen sollen noch dieses Jahr ausgeschrieben und im Jahr 2008 ausgeführt werden.