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Mundart: Platt schwätzen über alle Grenzen

Mundart : Platt schwätzen über alle Grenzen

Mundart ist in der Region beliebt. Das hat das erste Gipfeltreffen der Büttenredner im vergangenen Jahr deutlich gezeigt. Für Dienstag, 11. Februar, ist wieder ein unterhaltsamer Abend geplant, bei dem ein paar Dinge nachgebessert werden.

Werner Pies und Silvia Nels sind mit Begeisterung bei der Sache. Sie haben nun schon zum zweiten Mal die Veranstaltung „Mach op de Klapp, äwer nummen op Platt“ vorbereitet. Für Zugezogene und Nichtplattsprecher: „Mach den Mund auf, aber nur auf Platt“.

Bei diesem lustigen Gipfeltreffen im Bitburger Hotel Eifelbräu werden bis zu zehn Mundartredner mit ihren Vorträgen um die Gunst des Publikums werben.

Dabei legen die Organisatoren großen Wert darauf, dass anders als bei vielen Karnevalssitzungen die Vorträge im Vordergrund stehen. „Da hören alle zu“, ist sich Werner Pies sicher.

Wie letztendlich abgestimmt wird, da sind sich Pies und Nels noch nicht ganz sicher. Im vergangenen Jahr wurde die Stärke des Publikumsapplauses bewertet. Fest steht, dass das Publikum bewerten soll, nur wie das vonstattengeht, da werden noch Ideen gesucht.

Walter Feltes, der Sieger vom vergangenen Jahr, hat sein Kommen wieder zugesagt. Er wird allerdings außer Konkurrenz auftreten. Ebenfalls außer Konkurrenz wird die musikalische Begleitung durch Theo Nieder sein. Dessen Frau Rosi wird allerdings erneut in die Bütt gehen und sich dem Urteil des Publikums stellen.

Die anderen Teilnehmer stehen noch nicht endgültig fest. „Wir möchten eine größere Streuung haben“, sagt Pies. Der Teilnehmer mit der weitesten Anreise werde wohl aus dem Kreis Mayen kommen. Auch aus Luxemburg möchte man gerne Teilnehmer gewinnen.

Der Hintergrund dabei liegt in der besonderen Vielfalt und den unterschiedlichen Schattierungen des Moselfränkischen. „In jedem Ort wird anders gesprochen“, sagt Silvia Nels, die den Abend auch moderiert (siehe Info).

Für die Teilnehmer des humorvollen Wettbewerbs gibt es besondere Regeln. So soll der ganze Vortrag „op Platt“ und zwischen fünf und sieben Minuten dauern. Die genaue Zeit wird festgelegt, wenn die Anzahl der Teilnehmer bekannt ist. Verkleidung wird gerne gesehen, ist aber keine Pflicht. Größere Requisiten sind dagegen nicht erwünscht. Die Teilnehmer sind aufgefordert, nach Möglichkeit zwei Vorträge vorzubereiten für die Vorrunde und eine eventuelle Endrunde.

Der Abend soll nach den Plänen der Organisatoren etwa zwei bis drei Stunden dauern. Dass dieses Mal ein Eintrittspreis von 3,33 Euro gefordert wird, begründet sich aus den Erfahrungen vom vergangenen Jahr. „Wir wurden regelrecht überrollt“, erzählt Pies von der Veranstaltung im Jahr 2019. Der Saal im Eifelbräu platzte fast aus allen Nähten. Das wolle man dieses Mal vermeiden.

Und noch etwas ist anders als im vergangenen Jahr. Der Abend findet nicht am 21. Februar, dem internationalen Tag der Mundart statt. Denn das ist der Freitag zwischen Weiberdonnerstag und dem Karnevalswochenende. Und da die meisten Teilnehmer am Mundartabend auch bei Kappensitzungen auftreten, habe man sich für den 11. Februar entschieden.

Unterstützt wird die Veranstaltung von der Kulturgemeinschaft Bitburg, der Rheinischen Karnevals-Kooperation (RKK) und Marie-Luise Niewodniczanska.

Karten gibt es zum Preis von 3,33 Euro bei der Kulturgemeinschaft Bitburg und im Hotel Eifelbräu.