Plütscheider baut ehrenamtlich Bouleanlage auf

Freizeit : Boule-Fieber erreicht die Westeifel

Horst Bonacker hat in Plütscheid einen Boule-Platz gebaut – jeden Mittwoch wird jetzt dort gespielt.

Das Rheinland macht es, die Pfalz sowieso und auch im Wittlicher Land wird gerne und viel Boule gespielt. „Nur hier in der Eifel scheint man nicht ganz so enthusiastisch zu sein - noch nicht“, sagt Horst Bonacker. Der Liebe wegen hat er Plütscheid zur Wahlheimat gemacht. „Und find’ es ganz toll hier, nur mein Hobby vermisste ich doch so sehr, dass ich eben ein eigenes Feld bauen musste.“ Zwei Jahre hat das ingesamt gedauert, doch jetzt kann dafür, hoch über Plütscheid, mit einem sagenhaften 360-Grad-Eifelblick nach Lust und Laune gespielt werden.

„Die Idee kam nach einem Besuch von Freunden aus der Pfalz auf. Wir mussten recht weit fahren bis zum nächsten Boule-Platz und ich versprach aus einer Laune heraus, dass wir das nächste Mal, wenn sie kommen, einen Platz vor der Tür haben werden – den haben wir jetzt tatsächlich“, sagt Bonacker. Über den Platz freue er sich sehr, aber noch mehr begeistere ihn, dass er über das Feld gleich einen ganzen Satz an neuen Freunden gefunden habe.

Dazu gehören unter anderem Reinhold und Gerta Zwicker. „Horst singt bei uns im Prümtalchor mit und erzählte von seinem Hobby. Wir waren neugierig und kamen mal vorbei“, sagt Gerta Zwicker. Mittlerweile habe sich eine feste Runde zusammengefunden, die sich jeden Mittwoch zum Spiel trifft. „Wir alle kannten uns fast gar nicht, nur eben vom sehen. Als dann voriges Jahr das  Ganze mit dem Boule anfing, fand sich ein richtiger neuer Freundeskreis zusammen“, sagt sie. „Ein bunt zusammengewürfelter Haufen, den Horst mit seiner Leidenschaft angesteckt hat.“

Und die Runde sei offen für weitere Mitspieler, sagt Bonacker. Anmelden müsse man sich nicht. „Einfach vorbeikommen und mitspielen reicht aus“, sagt er. Übrigens könne auch an anderen Tagen gespielt werden. „Für einen Unkostenbeitrag von einem Euro in der Stunde – einfach weil das alles ja auch gepflegt werden muss.“ Etwa 5000 Euro habe die Anlage letztlich gekostet. „Hier war ja vorher nichts, nur eine ungenutzte Fläche.“

Kugeln bringe jeder Spieler im Idealfall selber mit, sagt Bonacker. „Im Notfall haben wir aber auch noch genug hier.“ Er träume davon, dass sich auch in anderen Orten ähnliche Initiativen zusammenfinden. „Boule ist ja ein Spiel, das Jung und Alt gleichermaßen spielen können, und in manchen Orten gibt es ja Felder, wie zum Beispiel in Schönecken, die einfach genutzt werden müssen“, sagt Annemie Meyer. „Wenn sich dann an mindestens drei Plätzen solche Gruppen wie wir zusammengefunden haben, könnte man sehr schön kleine Wettbewerbe untereinander austragen“, sagt Bonacker.

Maga Polisch, Reinhold Zwicker (links), Gerta Zwicker und , Horst Bonacker treffen sich mittlerweile jeden Mittwoch auf eine Partie Boule. Foto: Frank Auffenberg
Gerta Zwicker (links), Horst Bonacker, Maga Polisch und Reinhold Zwicker treffen sich mittlerweile jeden Mittwoch auf eine Partie Boule. Foto: Frank Auffenberg
Maga Polisch, Reinhold Zwicker (links), Gerta Zwicker und , Horst Bonacker treffen sich mittlerweile jeden Mittwoch auf eine Partie Boule. Foto: Frank Auffenberg

Die Plütscheider Boule-Gruppe trifft sich mittwochs, um 18 Uhr am Feld, Zum Würzacker 2. Sie ist offen für Mitspieler.

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