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Polizei Prüm: Deutlich mehr Gewalttaten im Dienstbezirk

Polizei Prüm: Deutlich mehr Gewalttaten im Dienstbezirk

Die Polizei Prüm verzeichnet in ihrer Kriminalstatistik für das vergangene Jahr einen deutlichen Anstieg der Straftaten - vor allem bei den Gewaltdelikten. Immerhin: Fast alle dieser Taten sind aufgeklärt.

Prüm. Die Beamten der Polizei-Inspektion Prüm, zuständig für die Verbandsgemeinden Arzfeld, Obere Kyll, Prüm und die A 60 zwischen Waxweiler und Grenze, haben es im abgelaufenen Jahr mit 2322 Straftaten zu tun gehabt. Das waren 572 Delikte mehr als 2014, ein Anstieg um 32,7 Prozent. Annähernd drei Viertel aller Taten, 71 Prozent, haben die Polizisten aufgeklärt (2014: 68,3 Prozent).
Dabei ist die Zahl der sogenannten Roheitsdelikte von 178 auf 252 Fälle gestiegen, um deutliche 41,6 Prozent. "Ich hab mich selbst erschrocken", sagt der Prümer PI-Chef Christoph Cremer angesichts der Daten. Dabei seien die Gewaltdelikte in den Vorjahren stetig zurückgegangen, den Sprung nach oben kann er sich kaum erklären. Fest stehe aber, dass immer wieder der Alkohol "eine erhebliche Rolle" dabei spiele. Immerhin klärten die Polizisten 92,1 Prozent dieser Taten auf.
Das gelingt bei den Einbrüchen und weiteren Diebstahlsdelikten nicht so oft: Auch die Prümer Beamten registrieren einen Anstieg (492 Fälle, 99 mehr als 2014), der allerdings der allgemeinen Entwicklung entspreche. Vor allem bei den Wohnungseinbrüchen sei man immer mehr mit organisierter Kriminalität konfrontiert, meist steckten ausländische Banden dahinter. Eine Konsequenz daraus: Mehr Polizeipräsenz - "so weit das uns möglich ist", sagt Cremer. "Wir können nicht überall sein."
Auch die Drogendelikte sind häufiger geworden: "Wir sind halt Transitstrecke", sagt Cremer. Vor allem Bundespolizei und Zoll ermitteln bei ihren Kontrollen etliche Fahrer mit Rauschgift im Auto. Meist Durchreisende - "deshalb verbleiben die wenigsten dieser Fälle hier bei uns", sagt Cremer. Stark angestiegen ist auch die Zahl der Betrügereien: von 233 auf 491, ein Zuwachs um 79 Prozent. Die Polizisten kärten 85 Prozent dieser Fälle auf. fpl