Polizisten unter Polizei-Schutz

Polizisten unter Polizei-Schutz

BITBURG. (rh) Mit 245 Bikern durch drei Länder: Die 6. internationale Motorradtour der IPA-Verbindungsstelle Bitburg führte von Bitburg aus nach Luxemburg und Belgien.

Die Diskussion um die europäische Verfassung droht die Staatengemeinschaft auseinander zu dividieren. Die Polizeien aus Deutschland, Luxemburg und Belgien hingegen leben den europäischen Gedanken. Gemeinsam machten sie eine Motorrad-Tour. Die Federführung lag bei Kriminalhauptkommissar Harry Weber aus Bitburg. Unterstützt wurde er von luxemburgischen und belgischen Kollegen. "Wir haben die Tour zum sechsten Mal in Folge organisiert. Die Zahl der Anmeldungen müssen wir inzwischen begrenzen. Die Tour ist so beliebt. Bei noch mehr Teilnehmern würde der Tross einfach zu lang", sagte Weber. Er ist der Vorsitzende der IPA-Verbindungsstelle in Bitburg. Die IPA ist ein internationaler Zusammenschluss von Polizisten aus aller Welt. Inspektionsleiter Friedel Jäger begrüßte die Teilnehmer. Die weiteste Anreise hatte ein Biker aus Berlin. Schon bei der Aufstellung in der Erdorfer Straße in Bitburg sorgte die lange Reihe der Motorradfahrer für Aufsehen. Peter Kockelmann gab als Vertreter der Stadt den Startschuss. Dann machten sich die Motorradfreunde auf die rund 300 Kilometer lange Tour durch das Dreiländereck. Begleitet wurde der mehr als drei Kilometer lange Bandwurm der Zweiräder von rund 20 Polizeimotorrädern und einigen Streifenwagen. So hatten die Biker freie Fahrt. Die Tour führte von Bitburg aus über Waxweiler und Stupach nach Ouren in Belgien, zurück ins Ländchen über Weiswampach und Hudange und wieder rein nach Belgien. In Stavelot, einem beschaulichen Städtchen, wurde Rast gemacht. Beim Empfang der Polizeioffiziellen in der Taverne stand der europäische Gedanke wieder im Vordergrund. Menschen standen entlang der Straßen in der Stadt und winkten der lange Kolonne zu. Freuen konnten sich auch die Tankstellenbesitzer, zu denen auf einen Schlag hunderte von Kunden strömten. Mit von der Partie waren auch Helfer des Deutschen Roten Kreuzes. Sie mussten nicht tätig werden, die Fahrt verlief diszipliniert und unfallfrei. Am Abend fand der Abschluss auf dem Sonnenhof in Matzen statt. Dort hatten Helfer ein Abendessen vorbereitetet. Von der Route waren die Biker begeistert. Einer wollte 10 861 Kurven gezählt haben. Lob gab es für die Veranstalter und die Organisation. Harry Weber: "Wir freuen uns, dass alles funktioniert hat. Mein Dank gilt den Helfern hier, in Luxemburg und in Belgien." Weitere Infos im Internet unter www.ipa-bitburg.de.

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