Poster und Feldpost

SPEICHER. (red) Rund 200 Menschen haben sich allein am Eröffnungstag die Ausstellung "Poster – Feldpost – Literatur" über die deutsche Bundeswehr im Speicherer Heimatmuseum angeschaut. Die Ausstellung läuft noch bis Sonntag.

Überrascht und beeindruckt schlenderten die Besucher durch die Ausstellung. So viele Exemplare und zudem mit so hoher Qualität hätten sie nicht erwartet. Die Ausstellung zeigt die Wandlung der Bundeswehr von einer Truppe, die sich primär auf eine Verteidigung gegen einen Angriff der Warschauer-Pakt-Staaten vorbereitete, zu einer Armee im weltweiten Einsatz. 100 Poster informieren über die Entwicklung der Bundeswehr und über die Waffensysteme. Knapp 200 Feldpostbriefe und Karten aus In- und Auslandseinsätzen der Bundeswehr machten die Besucher neugierig. Feldpost? Da denkt manch einer, der sich noch nicht mit diesem Thema befasst hat, vielleicht an Soldaten aus längst vergangenen Zeiten, die in einer Gefechtspause im Schützengraben ein paar Zeilen an ihre Liebsten in der Ferne schreiben. Ist Feldpost im Zeitalter von Mobiltelefonen und Internet noch zeitgemäß? "Auf jeden Fall. Ein Brief ist langlebiger. Man kann ihn in der Tasche aufbewahren und in einer ruhigen Minute noch mal in die Hand nehmen und immer wieder lesen", erklärt Werner Peter Streit, Leiter des Heimatmuseums Speicher. Der dritte Teil der Ausstellung, die Literatur, zeigt die Entwicklung der Dienstvorschriften und den Stand der Bundeswehr in der Nato. 50 Exemplare sind in einer Vitrine ausgestellt, unter anderem die erste Ausgabe der Dienstvorschrift aus dem Jahr 1955. Die Ausstellung kann bis 18. Juni besichtigt werden. Öffnungszeiten: sonntags von 14 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Besichtigungen sind nach Anmeldung auch an anderen Tagen möglich. Telefon 06562/2023.

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