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Postgebäude für Oberweis

Postgebäude für Oberweis

Zum Artikel "Neue Runde im Streit um Sportplatz Oberweis" (TV vom 2. März) meint dieser Leser:

Die Ortsgemeinde Oberweis hat den Streit im Bundesverwaltungsgericht verloren, weil die "brutale Enteignung" der Freizeitanlage Oberweis gesetzlich verjährt ist. Bisher gab es auch noch keinen direkten Grund für die Ortsgemeinde die Anlage zurückzufordern, da die Verbandsgemeinde (VG)-Verwaltung Bitburg-Land und der Pächter der Anlage ihre Arbeit soweit gut gemacht haben.

Dazu muss man aber auch sagen, dass der Ortsgemeinde-Rat vor 30 Jahren vielleicht etwas geschlafen hat und man somit der Ortsgemeinde die Anlage einfach abnehmen konnte. Jetzt, nach 30 Jahren, versucht die VG-Verwaltung nun, diese Verjährung zu ihren eigenen Gunsten für einen Verkauf der Anlage, eventuell an den aktuellen Pächter, zu nutzen. Sehr clever. Darum wurde es jetzt Zeit für die Ortsgemeinde, einen Verkauf zu stoppen.

Sollte die VG-Verwaltung die Anlage doch verkaufen, darf sie für die Gemeinde - als kleine Entschädigung - gerne das Bitburger Postgebäude kaufen, natürlich auf Kosten der Verbandsgemeinde, es Stein für Stein abtragen, nach Oberweis bringen und es dort, in der Ortsmitte, mit kleinen Änderungen, wieder aufbauen - als Geschenk für die Gemeinde Oberweis. Denn dieses Gebäude wäre ein 1 a-Gemeindehaus für Oberweis. Der Stadtrat von Bitburg baut ja viel lieber eine neue Stadthalle außerhalb des Bitburger Stadtzentrums. Und da die Gemeinde dann keinen eigenen Sportplatz mehr hätte, müsste man sich bis auf weiteres mit den anderen Ortsgemeinden der Fußball-Spielgemeinschaft deren Plätze teilen. Und früher oder später könnte die Gemeinde sich dann vielleicht mit eigenen finanziellen Mitteln wieder einen neuen Sportplatz bauen.

Robert Görgen, Oberweis

Infrastruktur