Praxissterben

Zum Artikel "Praxissterben in der Eifel geht weiter" (TV vom 20./21. April) schreibt dieser Leser:

Wo bleibt der Dank an die beiden jungen Mediziner für ihr jahrelanges aufopferungsvolles Bemühen um die hausärztliche Versorgung der Bevölkerung in Daleiden und Umgebung? Ein Ortsbürgermeister kritisiert die den Kollegen sicher nicht leicht gefallene Entscheidung, aus persönlichen und wirtschaftlichen Gründen ihre Arztpraxis aufzugeben, die sie mit viel Enthusiasmus, der richtigen Freude am Beruf und ausgestattet mit einer integren ärztlichen moralischen Grundeinstellung vor Jahren eröffnet haben zum Wohl der hilfe- und ratsuchenden kranken Menschen in der Westeifel. Auch das wirtschaftliche Risiko haben sie auf sich genommen, trotz einem für die Hausärzte sich seit Jahren verschlechternden gesundheitspolitischen Umfeld, insbesondere in der Honorierung der ärztlich erbrachten Leistungen. Selbst ernannte Moralapostel aus Politik und neuerdings auch Gemeindepolitik, aber auch die Presse fordern die wohnortnahe ärztliche Versorgung, fordern den möglichst leibeigenen Arzt, der ohne Ansprüche und ohne Rücksicht auf sein persönliches Lebensziel alles leisten soll. Ich denke, dass den jungen Kollegen der Respekt und die deutliche Anerkennung für ihre bisherige jahrelange hausärztliche Tätigkeit zu zollen ist, auch der Dank für ihre neben der Praxis unermüdliche notärztliche Tätigkeit als leitende Notärzte des Gesamteifelkreises Bitburg-Prüm und dass ihnen Glück, Erfolg und positive Zuversicht für ihre neuen Arbeits- und Lebensbereiche zu wünschen sind. Norbert Wilmsen, Irrel (Anm. der Red.: Der Autor ist Arzt für Allgemeinmedizin und Vorstandsmitglied des Ärztenetzes Südeifel)