Premiere in Preist

PREIST. Die Feuerwehrtage der Verbandsgemeinde Speicher fanden in diesem Jahr in Preist statt. Übungen der freiwilligen Feuerwehr Speicher und THW Bitburg sowie ein Festumzug am Sonntag waren Höhepunkte der Feierlichkeiten.

"Ein Umzug bei Feuerwehrtagen ist sehr selten", sagt der Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Preist, Klaus Koster. "Das gab es hier noch nie", weiß Kreisbeigeordneter Herrmann Marx. In Begleitung der Musikvereine Orenhofen und Preist, bewegte sich der Zug mit den Feuerwehrleuten aus Preist, Auw an der Kyll, Beilingen, Spangdahlem, Speicher, Orenhofen, Herforst, und Idenheim durch Preist. Zumindest diejenigen, die sich nicht im Schwimmbad oder in Urlaub befanden, folgten dem Zug in Richtung der schattigen Halle Schilling, in der die Feierlichkeiten bereits tags zuvor mit einem Kommersabend begonnen hatten. Weitere Gäste waren dort die Feuerwehren aus Hofweiler, Röhl und Sülm. Zu den ältesten Wehren in der VG Speicher zählt die Freiwillige Feuerwehr Preist, die um die Jahrhundertwende mit nur einer Handdruckspritze und einigen Metern Schlauch, Ledereimer und Feuerhaken ausrücken musste. Bis 1951 leisteten die Preister mit einer vor dem ersten Weltkrieg angeschafften Saug- und Druckspritze ihren Dienst. Dann wurde eine Tragkraftspritze angeschafft. Um mit der Zeit schritt halten zu können, wurde diese 1965 gegen eine modernere eingetauscht. Zwei Jahre später erhielt die Feuerwehr Preist ein Löschtruppfahrzeug. Es fehlte nur noch ein Feuerwehrhaus, dessen Bau 1977 begonnen wurde. Wiederum in Eigenleistung wurde dieses 1989/90 renoviert, zudem kam ein Tragkraftspritzenfahrzeug hinzu. 1999 folgte eine neue, leistungsstärkere Pumpe. Seit zwei Jahren besitzt die Feuerwehr Preist vier Atemschutzgeräte. Von den 16 Feuerwehrleuten hat fast jeder einen Ausbildungslehrgang absolviert, so dass der Wahlspruch "Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr" auch in Preist erfüllt wird.

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