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Prima Einsatz und viel Spaß

Prima Einsatz und viel Spaß

NEUERBURG. Großaktion bei der Naturschutz-Jugend (NaJu): Im Enztal bei Neuerburg engagierten sich 78 junge Leute für die Umwelt. Aber anlässlich des Landeszeltlagers, das die Jugendlichen besuchten, war auch Geselligkeit und Gemeinschaftspflege gefragt.

"Das ist das größte Projekt dieser Art", sagt NaJu-Sprecher Jan-Roeland Vos, der zusammen mit Annette Hombach, Bildungsreferentin der NaJu in Mainz, und Ingrid Hosdorf von der Nabu-Gruppe Südeifel das Landeszeltlager des Naturschutzbund-Nachwuchses leitete. Vos ist derzeit bemüht, eine eigene NaJu-Kreisgruppe aufzubauen und stößt dabei auf großes Interesse. Neben Prümer und Neuerburger Kindern und Jugendlichen beteiligten sich am "Enztal-Camp" Gruppen aus Mehren, Daaden und Germersheim. Das fünftägige Zeltlager, verbunden mit Pflegeaktionen, Prüfungen und Exkursionen, war erstmals in der Eifel.Vogelstimmen erkennen und Fossilien bestimmen

Den Auftakt bildeten Kennenlern-Spiele und eine Nachtwanderung, ehe am Fronleichnamstag Waldspiele mit dem Forstamt, eine Rallye und ein Fußballturnier auf dem Programm standen. Stadt und Burg Neuerburg wurden besichtigt, ein Umweltforum, ein Besuch im Steinbruch und Fossilien-Bestimmungen weckten das Interesse der Kinder. Weiter ging es mit einer Vogelstimmen-Exkursion, Kräutererkundungen, Biotop-Pflegeeinsatz, Gewässeranalysen und Spielen. Öko-Rallye, Lagerfeuer und andere Aktionen: Die Organisatoren hatten sich viel einfallen lassen. 20 Kinder an der Sense - das war für viele eine neue Erfahrung. Joshua Tobie aus Prüm und Elke Johanns aus Weinsheim (beide elf Jahre) fanden die Pflege-Mahd besonders interessant: "Das ist wichtig für das Land und die Tierwelt", sagte der Prümer Hauptschüler. Doch ehe das Gerät so richtig "in der Hand lag", bedurfte es einiger Hinweise durch die Leiter. Schließlich gelang es den Kindern nach und nach, dem wilden Wuchs Herr zu werden. Interesse, sachkundige Erklärungen und Aufmerksamkeit bestimmen das Bild im windigen Enztal. Für Jan-Roeland Vos ist die Darstellung der Schutzwürdigkeit ein wichtiger Aspekt. "Des Weiteren lernen die Kinder die Mähtechnik kennen und entwickeln eine größere Sensibilität für die Natur." Auch der soziale Aspekt sei nicht unterschätzen, meinte Vos. "Schließlich wollen wir auch demonstrieren, wie schwer es die Menschen früher hatten", sagte der NaJu-Leiter, der selbst mit der Sense voran ging.Flöße werden auf die Reise geschickt

Ehe es am Schlusstag galt, das Zeltlager aufzuräumen, gab es noch einmal eine Fülle interessanter Angebote: Körperbemalung, Fackeln und Flöße bauen, eine Wanderung mit Besuch des "Keltenmarktes" in Sinspelt, die Herstellung von Gipsmasken, Waldtheater und eine Fackelwanderung. Natürlich wurden danach die Flöße mit Teelichtern auf Reisen geschickt und die Fackeln entzündet. Ein Riesenspaß für alle Beteiligten - zumal der Wettergott mitspielte. Mit einer Abschlussfete ging das große NaJu-Treffen in Neuerburg zu Ende. Dieses Landeszeltlager führte fast 80 Kinder und Jugendliche zusammen. Begeisterung bei den Leitern und den jungen Teilnehmern: "Es macht großen Spaß", resümierte Joshua. "Ich mache weiterhin bei der NaJu mit."