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Private Anbieter: Keine Hilfe, dumm gelaufen?

Kommentar zur Lage der privaten Anbieter von Ferienhäusern : Also selber schuld?

Schwierige Sache: Ist man selbst schuld, wenn man seinen Gastbetrieb „nur“ privat, nur nebenbei betreibt? Hat man dann kein Anrecht auf Hilfe, obwohl man doch Zigtausende in Häuser und Wohnungen gesteckt hat und die Kosten genauso weiterlaufen wie bei gewerblichen Anbietern?

Dumm gelaufen?

Sieht so aus. Und zeigt, wie schwierig es ist, in der großen Katastrophe auch den Kleineren zu helfen (besonders erbärmlich: bei Solo-Selbstständigen, Künstlern und allen anderen, die auch nicht ins Raster passen. Während man Konzernen, die trotzdem weiter Geld verdienen, die Milliarden rüberschiebt).

Trotzdem sollten dafür Möglichkeiten erörtert werden, und immerhin hat Patrick Schnieder das Thema noch nicht abmoderiert, sondern bleibt am Ball. Richtig, denn gerade auf den Dörfern sind diese Akteure oft die einzigen, die überhaupt ein touristisches Angebot bereitstellen. Sie sind, um es in der Sprache derer zu sagen, die solche Vierkantwörter brauchen, um eine Sache ernstzunehmen: ein Wirtschaftsfaktor.

Und jenseits dieser Fragen und weiterhin verriegelten Eifeler Feriendomizile fliegt gerade das halbe Land auf die Feteninsel, die offiziell nicht mehr als Risikogebiet gilt. Und wo die Besucher nicht dafür bekannt sind, sich zueinander distanziert zu verhalten, sobald der erste Sangria-Eimer weggehauen ist. Mit den zu befürchtenden Folgen.

 f.linden@volksfreund.de