Problem Photovoltaik

Eine positive Jahresbilanz hat Wehrleiter Alfred Thome über die Freiwilligen Feuerwehren der Verbandsgemeinde Neuerburg gezogen: Man habe erfolgreich ausgebildet und zwei größere Brände in guter Zusammenarbeit bekämpft.

Rodershausen. (stbr) 78 Einsätze absolvierten die Wehren der Verbandsgemeinde (VG) Neuerburg im vergangenen Jahr. Bei der jährlichen Arbeitssitzung der Freiwilligen Feuerwehren der VG hebt Wehrleiter Alfred Thome besonders die gute Zusammenarbeit der Einheiten bei den zwei größeren Bränden in Ammeldingen und Mettendorf hervor.

Bei der Jugend haben sich die Kontakte zwischen Jugendfeuerwehr und Jugendrotkreuz erheblich ausgeweitet. Die Geräte für den neuen Digitalfunk werden zurzeit in die Fahrzeuge eingebaut, und nach einer Reihe von Schulungen beginnt die Testphase dann ab Mai.

Im Vorjahr hatte Thome noch Kritik am Ausbildungsstand der mit einem Tragkraftspritzenanhänger (TSA) ausgerüsteten Wehren geübt. Daraufhin haben 45 Wehrleute ein fünftägiges Seminar absolviert, das sehr erfolgreich war: "Die TSA-Wehren haben sich in eine positive Richtung bewegt, die Zusammenarbeit wird von Wehrleuten und Ausbildern begrüßt und in diesem Jahr vertieft und ausgeweitet", sagt Thome.

Die Befürchtungen der Wehrleute, sie würden bei den Ausbildungsmaßnahmen vorgeführt, hätten sich schnell zerstreut, berichtet der Wehrleiter. Bei der abschließenden Diskussion gilt das Interesse vor allem der zunehmenden Zahl von Photovoltaikanlagen und dem Fehlen von verbindlichen Hinweisen für den Brandfall. Kreisjugendwart Rainer Schneider erklärt: "Da Photovoltaikanlagen nie ganz spannungsfrei gemacht werden können, müssen sie nach den Vorschriften für elektrische Anlagen behandelt werden. Man darf aus einem bestimmten Abstand draufspritzen." Wenn ein Innenangriff nicht mehr möglich und das Dach mit Solarzellen zugedeckt sei, sehe es im Brandfall schlecht aus: "Wenn man nicht drankommt, dann sperrt man rechts und links ab, und dann brennt das halt ab." Da dieses Schadenspotenzial den Versicherern bewusst werde, werde dies wohl zu Beitragssteigerungen für die Eigenheimbesitzer führen, vermutet Schneider.

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