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Pronsfeld: Förderverein lässt alte Wegekreuze in der Gemeinde restaurieren

Glaube : Sieht aus wie gestern aufgestellt

Nummer vier steht: Der Pronsfelder Förderverein „Alte Kirche“ und die Wegekreuze.

Ein barockes Wegekreuz, fast 260 Jahre alt, kehrt an seinen bisherigen Standort zurück, nachdem es der Pronsfelder Förderverein „Alte Kirche“  hat restaurieren lassen. Es ist nicht das erste: Der Verein, vor 25 Jahren gegründet, hat sich der Erhaltung dieser alten Kreuze gewidmet und bereits drei weitere davon wieder in Schuss bringen lassen.

Das jetzt aufgestellte Kreuz – an der Ecke von Pfarrgasse und St.-Remigiusstraße – stammt aus dem Jahr 1763, die aufwendige Restaurierung übernahm der Steinmetzbetrieb Bielan aus Neidenbach. Es handle sich um ein drei Meter hohes Barockkreuz aus Eifeler Sandstein, erläutert Winfried Richards, der frühere Ortsbürgermeister. Es werde dem „Sefferner Typ“ zugerechnet.

Warum? In der Datenbank der Kulturgüter in der Region Trier, im Verzeichnis der Kulturdenkmäler des Eifelkreises „sowie allgemein in der Literatur“, sagt Richards, sei bei vielen Wegekreuzen von diesem Typ die Rede, weil sie meist von Steinmetzen aus Seffern gehauen worden seien.

„Das Material, der rote Sandstein, wurde vor Ort in Steinbrüchen gewonnen. Wenn man sich Bilder der Sefferner Kreuze anschaut, ist ihr Aufbau ähnlich: Auf einem Sockelstein sitzt ein hoher Schaft – oft verziert mit Ornamenten, auf dem Schaft ein Kapitell, auf dem ein Kruzifix mit Korpus steht. In Seffern scheint ein Meister gearbeitet zu haben, der das Glockenblumenmuster besonders liebte.“

Kreuze mit diesem Muster finde man in der gesamten Region. Der Förderverein, in dessen Satzung auch die Pflege und Unterhaltung der Pronsfelder Wegekreuze verankert ist, hatte die Arbeit in Auftrag gegeben und die Finanzierung der Kosten, immerhin 2000 Euro, übernommen.

Es ist nach dem „Matzerather Kreuz“, dem „Laurentius-Kreuz“ an der Kreuzung der Kreisstraßen 119 und 120 sowie dem „Kleis-Kreuz“ an der Habscheiderstraße – ebenfalls mit Glockenblumenornamenten – das vierte, das vom Verein restauriert wurde, mit Eigenleistung und unter Federführung des Vorsitzenden Winfried Krämer. Unterstützung kam außerdem von der Ortsgemeinde Pronsfeld sowie von zahlreichen Spendern, die die Arbeit des Vereins unterstützen.