"Propino" ist beste Bierzutat

Bitburg · Die Ernte ist eingefahren und begutachtet: Die Braugerste des Jahrgangs 2013 erfüllt die Erwartungen von Brauern und Landwirten. Die besten Produkte wurden am Montagabend bei der Braugerstenschau im Schulungszentrum Nord der Bitburger Braugruppe prämiert.

Bitburg. Zum 25. Mal haben sich die Gerstenerzeuger der Region zum "Bitburger Braugerstentag" getroffen, um die Auszeichnungen des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum Eifel (DLR) für die besten Braugersten des Jahres entgegenzunehmen. Wie schon im Vorjahr überzeugte die noch junge Sorte "Propino" und belegte sowohl den ersten als auch den dritten Platz. Auf Platz zwei schaffte es die Sorte "Marthe". Sie punkteten mit schön geformten, unverletzten Körnern von gelber Farbe, hohem Vollkornanteil, niedrigem Eiweißgehalt und einem guten Gerstengeruch.
Die Siegergerste hatte Klaus Krämer aus Schönecken eingereicht und damit 24 von 26 Punkten erzielt. Es folgten die Braugersten von Thomas Gottlieb aus Bongard (23 Punkte) sowie von Josef Backes aus Schwirzheim (23 Punkte). "Seit 25 Jahren fördert der Bitburger Braugerstentag den Dialog innerhalb der Branche", sagte Jan Niewodniczanski von der Bitburger Braugruppe.
Anja Stumpe, Leiterin des DLR Eifel, bedauerte den Rückgang von Anbaufläche für Braugerste: "Ich ziehe den Hut vor den Landwirten, die Jahr für Jahr trotz der geringeren Wirtschaftlichkeit gegenüber anderen Feldfrüchten Braugerste bester Qualität erzeugen".
Braugerste anzubauen ist weniger wirtschaftlich, weil der Ertrag pro Fläche geringer ist als bei anderen Früchten. Außerdem sind die Qualitätsansprüche hoch sind: Wenn der Vollkornanteil zu niedrig ist, kann das Getreide lediglich als Futtergerste verkauft werden. Über die 25-jährige Geschichte des Braugerstentags referierte Karl Hahn von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Trier. Peter Schwickert vom DLR Eifel ließ das Braugerstenjahr 2013 Revue passieren. Zudem erläuterte er die Entscheidung der Jury.
Extra

Seit 1988 laden DLR und Bitburger Braugruppe Erzeuger und Vertreter der Fachverbände zum Braugerstentag ein. Das Ziel der Veranstaltung ist es, alle Mitglieder der Wertschöpfungskette - vom Erzeuger über die Mälzereien bis hin zur Brauerei - zu vernetzen und eine gemeinsame Plattform zur Förderung der Braugerstenqualität in der Region zu schaffen. Neben der Prämierung dient die Veranstaltung vor allem auch dem Austausch über das zurückliegende Braugerstenjahr sowie über Entwicklungen in der Branche. Sieger: Klaus Krämer, Schönecken. Er erreichte 24 von 26 möglichen Punkte. Zweiter Platz: Thomas Gottlieb aus Bongard mit 23 Punkten. Dritter Platz: Josef Backes aus Schwirzheim, ebenfalls 23 von 26 möglichen Punkten. Insgesamt wurden 32 Proben zur Begutachtung eingereicht. rh

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