Prozessbeginn nach tödlichem Autounfall im Bitburger Ostring

Bitburg · Nach dem tödlichen Autounfall im Bitburger Ostring, bei dem im September 2014 eine 46-jährige Frau und ihr Vater ums Leben gekommen sind, muss sich die mutmaßliche Unfallverursacherin ab heute vor dem Bitburger Amtsgericht verantworten.

Bitburg. Es war ein Schock für die ganze Stadt: Eine 46-jährige Frau und ihr 76-jähriger Vater sind am 11. September 2014 bei einem schweren Autounfall im Bitburger Ostring ums Leben gekommen. Die späteren Unfallopfer stutzten an jenem Spätsommerabend Bäume vor ihrem Anwesen. Für die Grünabfälle hatten sie einen Anhänger am Straßenrand des Ostrings abgestellt. "Vorbildlich gesichert", wie die Polizei damals betonte. Doch eine junge Autofahrerin hatte den Anhänger, der auf ihrer Fahrspur parkte, trotz der Warnhütchen zu spät gesehen. Sie rammte das Gefährt mit ihrem Wagen. Der Anhänger wurde durch den Aufprall vom Platz weggeschleudert und erfasste Vater und Tochter, die im Vorgarten arbeiteten. Rettungskräfte wurden alarmiert, Reanimierungsversuche unternommen, doch für die 46-jährige Frau kam jede Hilfe zu spät. Sie starb an der Unfallstelle. Sie hinterlässt einen Mann und zwei Söhne. Ihr 76-jähriger Vater wurde ins Krankenhaus gebracht. Doch auch er erlag später seinen Verletzungen. Die mutmaßliche Unfallverursacherin muss sich nun ab heute wegen fahrlässiger Tötung vor dem Bitburger Amtsgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft der jungen Frau vor, "für die Verkehrssituation zu schnell gefahren zu sein und wegen einer Blendung durch die Sonne nicht sofort abgebremst zu haben". mfrEinen Bericht über den Prozessauftakt vor dem Bitburger Amtsgericht finden Sie in Ihrer morgigen Ausgabe des Trierischen Volksfreunds sowie ab heute Abend online untervolksfreund.de