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Prüm: Nach Brand - Freizeitbad öffnet erst Mitte November

Freizeiteinrichtung : Freizeitbad Prüm: Reparaturen verzögern Neustart

Nach dem Brand bleibt das Prümer Bad erstmal geschlossen. Voraussichtlich geöffnet werden, kann es Anfang Dezember aber auch nur, wenn das Virus mitspielt.

Das laufende Coronajahr ist in vielerlei Hinsicht eins zum Vergessen. Die pandemiebedingten Probleme trafen auch viele Freizeiteinrichtungen, die im Frühling nicht oder nicht mehr geöffnet werden durften.

Und die Prümer mussten dann noch ein zusätzliches größeres Malheur verzeichnen, mitten in der Sanierungsphase des Freizeitbads im Kurcenter.

Jedes Jahr im September lässt die Verbandsgemeinde (VG) Prüm das Hallenbad dort instandsetzen und für die kälteren Monate herrichten. In der Regel öffnen sich dann die Türen der Anlage Anfang Oktober wieder. Das war auch diesmal so vorgesehen – aber dann zerstörte in der vierten Septemberwoche ein Brand diese Pläne (der TV berichtete).

Er hatte sich im Kellergeschoss entwickelt, ausgerechnet während der Installation der neuen Filteranlage für 320 000 Euro. Ob infolge eines technischen oder eines anderen Fehlers, ist noch nicht abschließend geklärt und wird derzeit noch von Gutachtern überprüft.

Vier Menschen wurden bei dem Brand verletzt – zwar nicht schwer, dennoch kamen alle für kurze Zeit zur Überwachung ins Krankenhaus.

Die Sachschäden, teilt die VG mit, seien „erheblich“ gewesen. Zwar sind sie noch nicht genau zu beziffern, liegen aber mit hoher Wahrscheinlichkeit in sechsstelliger Höhe.

Der Schmorbrand hinterließ in den betreffenden Räumen zusätzlich eine hohe Schadstoffbelastung. Immerhin: Ein Spezialunternehmen habe inzwischen diese Belastungen beseitigt, sagt Manfred Schuler von der VG-Verwaltung.

Die beschädigten Elemente der Filteranlage seien mittlerweile ersetzt. Verschont blieb hingegen beim Brand das Pumpensystem der Filteranlage. Allerdings, sagt Schwimmmeister Rainer Raskopp, habe trotzdem alles wieder ausgebaut werden und erneut TÜV-zertifiziert werden müssen. „Allein das“, sagt Raskopp, „hat zwei Wochen gedauert.“

Die übrigen Arbeiten, darunter auch der Austausch von Elementen der Lüftungsanlage, verliefen nach Plan und seien demnächst abgeschlossen, sagt Schuler.

Falls es dabei bleibe – und sofern das Corona-Geschehen den Prümern nicht wieder einen Strich durch die Rechnung macht –, kann das Freizeitbad voraussichtlich Anfang Dezember wieder öffnen. Denn den November über herrscht ja ohnehin noch Lockdown.

Dass die Prümer jedes Jahr unmittelbar nach der Freibadsaison das Hallenbad schließen, liefert in verlässlicher Regelmäßigkeit Diskussionen in der Stadt. Viele fragen sich, warum man beide Bäder gleichzeitig dichtmachen muss.

Das habe, so erklärte es Schwimmmeister Rainer Raskopp bereits vor Wochen im TV, mehrere Gründe: Unter anderem benötige man für die Instandsetzung des Hallenbads jedes Jahr diese vier Wochen. In denen dann Raskopp und seine drei Kollegen nicht alle gleichzeitig auch im Freibad sein können, das übrigens parallel auch noch winterfest gemacht werden muss.

Der September sei zudem erfahrungsgemäß der besucherschwächste Monat im Jahr, zumal dann meist keine Schulferien mehr sind. Vor den Herbstferien aber sollte das Bad eben auch wieder in Schuss sein.

Darüber hinaus müsse man die Firmen, die dort arbeiten sollen, langfristig beauftragen und könne nicht spontan die Termine ändern. Das hatten einige Kritiker in Prüm gefordert. Motto: Wenn schon alle Bäder wegen Corona geschlossen sind, kann man ja die Sanierung in diese Phase verlegen.

Aber, sagt Rainer Raskopp: „Das sind Fachfirmen, die kommen zum Teil von weit her.“ Und die könne man nicht einfach so kurzfristig einbestellen.