Prüm Playmobilladen gehört zu den größten seiner Art in Deutschland

Spielzeug : Prima Plastik plus pures Playmobil-Pläsier

Dieter Fiedler sammelt seit zwölf Jahren die belibeten Figuren und betreibt mittlerweile sein eigenes Fachgeschäft auf der Dausfelder Höhe. Zur Prümer Sommer Eröffnung lädt er unter anderem zur großen Diorama-Ausstellung ins Bürgerhaus ein.

Der Blauton des Kartons ist ebenso unverkennbar wie die akkurate Ponyfrisur aus Kunststoff und das unwiderstehliche Lächeln, das seit 1974 Kinder- und Sammlerherzen höher schlagen lässt. „Playmobil ist einfach eine Leidenschaft. Wen sie einmal gepackt hat, der kommt nicht mehr so schnell los, wie man an meinem Beispiel ganz gut erkennen kann“, sagt Dieter Fiedler. Vor zwölf Jahren packte ihn die Sammelwut. „Mittlerweile habe ich mein eigenes Geschäft und mir in der Szene einen Namen gemacht“, sagt er. Zum Wochenende erwartet Fiedler wieder hunderte Gleichgesinnte und auch etliche Eltern, die mit ihren Kindern beim verkaufsoffenen Wochenende, in seinem Geschäft und einer eigens konzipierten Ausstellung vorbeischauen.

„Irgendwie hat es sich eingebürgert, dass ich wie viele andere Geschäfte, jedes Jahr zur Eröffnung des Prümer Sommers ein Aktionswochenende auf die Beine stelle“, sagt er. Fiedler wird aber nicht nur seinen Laden öffnen, sondern im Bürgerhaus Dausfeld auch zeigen, was in dem schnöden Plastik so alles drin steckt. „Bei Sammlern und eben auch bei mir, sind sogenannte Dioramen sehr beliebt. Ähnlich wie beim Miniatur- oder Modelleisenbahnbau werden dabei themenbezogene Landschaften gezeigt – in meinem Fall eben fast ausschließlich aus Playmobil.“

Genutzt wird für diese Dioramen alles, was der Kunststoffhersteller aus der Gegend von Nürnberg seit 1974 (siehe Info) zu bieten hat. „Mit viel Kreativität und Einfallsreichtum ist dann im Grunde alles möglich“, sagt Fiedler. Was er diesmal mit seinen jugendlichen Helfern aufgebaut hat, verrät er nicht. „Nur so viel: Es gibt acht Dioramen die ich mit Kindern und Jugendlichen aufgebaut habe. Ein bisschen Spannung soll ja noch bleiben“, sagt er.

Was aber möglich ist, zeigt Fiedler bereits im hinteren Teil seines Geschäfts. Auf sechs Metern Länge hat Fiedler dort eine Strand- und Waldlandschaft samt Meer aufgebaut. Über der Landschaft hängen zudem einige kleine Arbeiten, die nicht viel größer als ein Buch sind. „Mein Liebling ist unter anderem das Lucky-Luke-Diorama“, sagt er und zeigt auf einen kleinen Holzkasten. In ihm wendet eine kleine Cowboyfigur dem Betrachter den Rücken zu, der Colt ist gezogen, doch der Schatten an der Wand hat seine Hände noch an der Seite. „Er schießt halt schneller als sein Schatten. Es ist einfach, aber effektvoll. Meine Tochter malte den Schatten, während ich die Figur mit einer Lampe anstrahlte“, sagt Fiedler.

„Ich kaufe meistens Konvolute an, also Kisten, in denen viele Playmobilsachen gesammelt sind. Sie müssen gesichtet werden, sortiert und dann zu ganzen Sets zusammengefügt werden“, sagt er. Viel Arbeit, die sich aber lohne und Spaß mache. „Wenn jemand auf der Suche nach einem speziellen Teil ist, halte ich auch gerne die Augen danach auf und suche es für den Kunden“, sagt er.

Aber eine ungefähre Schätzung muss doch drin sein? Fiedler lacht: „Nein, wirklich nicht. Fest steht, dass ich mit meinen 200 Quadratmetern mittlerweile einen der größten Läden für gebrauchte Playmobilsachen in Deutschland habe.“ Hätte ihm das jemand vor zwölf Jahren gesagt, er hätte wohl nur gelacht. „Los ging es ja mit meinen eigenen Sachen. Sie verschwanden, als ich 14 war auf dem Dachboden, meine Mutter verschenkte sie an meinen Neffen, der spielte damit und war so lieb, mir mein Soldatenfort später zurückzugeben.“

Auf 200 Quadratmetern stellt Dieter Fiedler seine Waren aus, zeigt aber auch von ihm gebaute und entworfene Dioramen. Foto: Frank Auffenberg
Auf 200 Quadratmetern stellt Dieter Fiedler seine Waren aus. Foto: Frank Auffenberg. Foto: Frank Auffenberg

Dieter Fiedlers Geschäft und die Ausstellung im Bürgerhaus ist Samstag von 9 bis 16 Uhr und Sonntag von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Infos im sozialen Netzwerk Facebook. Haben auch Sie eine Sammelleidenschaft? Dann berichten sie uns davon per E-Mail an:eifel@volksfreund.de

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