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Prümer Chronik: Die Geschichte eines Neuanfangs

Gerade erschienen : Prümer Chronik – Geschichte eines Neuanfangs

Die Stadthistorikerin Monika Rolef gibt eine Stadtchronik heraus. Dafür hat sie über Jahrzehnte Fotos, Texte und Schriften vieler Menschen zusammengetragen. Der erste Band erscheint Anfang Dezember.

Wer etwas über die Abteistadt Prüm wissen möchte, fragt erst einmal Monika Rolef. Die Stadthistorikerin beschäftigt sich schon immer mit der Geschichte ihrer Heimatstadt. Ob als Gästeführerin, Gründerin der Initiative Frauenschuh, Vorsitzende des Förderkreises der Basilikafreunde, Mitglied des Geschichtsvereins oder seit diesem Jahr Ehrenbürgerin – immer ist sie unterwegs, um Prüm Gutes zu tun oder schöner zu machen.

Nebenbei führt sie ein großes Archiv zur Stadtgeschichte. Das kam ihr bei ihrem jüngsten Projekt zu Gute – die Herausgabe des ersten Bandes der großen Prümer Stadtchronik, die Anfang Dezember erscheint. Für Rolef geht mit der Veröffentlichung von „Das neue Prüm“ ein lange verfolgter Traum in Erfüllung. Über Jahrzehnte hat sie viele neuentdeckte Fotos, Texte, Dokumente und Schriften von vielen Privatpersonen, Institutionen und Autoren für die Chronik zusammengetragen. Mit Hilfe zahlreicher Mitarbeiter ist daraus nun der erste Band entstanden. Dieser widmet sich auf 352 Seiten unter anderem der Nachkriegszeit und dem raschen Aufstieg der Stadt in der Zeit des Wirtschaftswunders.

Maßgeblich an dem Werk beteiligt waren Hermann Benger, Kaspar Thürwächter, Klaus Ritter und Werner Busch. Zum Inhalt: Prüm wurde in den 1940er Jahren zwei Mal zerstört. Nur vier Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg ereignete sich mit der Explosionskatastrophe auf dem Kalvarienberg 1949 eines der größten Unglücke in der Geschichte der jungen Bundesrepublik Deutschland. Noch einmal mussten viele Menschen von vorne anfangen. Dank der Währungsreform gab es eine neue Grundlage für den Wiederaufbau. Schon Anfang der 1950er Jahre war Prüm wieder Mittelpunkt des westlichen Kreises. Die Geschäftswelt florierte, Häuser wurden gebaut, und man fasste einen neuen Glauben in die Zukunft. Der erste Band umfasst die Stadtgeschichte von 1945 bis 1975.

Die Chronik berichtet von großen und kleinen Ereignissen, von besonderen Orten und von Menschen, die wichtig für das Leben in der Abteistadt waren und sind. Für Unterhaltung sorgen Anekdoten und viele neue, ungesehene Fotos aus der Stadtgeschichte nach dem Zweiten Weltkrieg, als „das neue Prüm“ Gestalt annahm. Der zweite Band erscheint Ende 2021.

Die Herausgeberin der Prümer Stadtchronik: Monika Rolef. Foto: Fritz-Peter Linden Foto: Fritz-Peter Linden
Foto: Monika Rolef/Archiv Monika Rolef
Foto links: Blick vom Nordturm der Salvator-Kirche auf die Baufortschritte in Prüm. Oben im Foto ist der Krter der Explosionskatastrophe gut sichtbar. Foto rechts: Das alte Prümer Krankenhaus mit seinem großen Gemüsegarten. Dort wurde von den Nonnen frisch gekocht. Foto: Monika Rolef
Gut bestückter Verkaufsladen in den 1960er Jahren im Haus Regnery.    Foto: Gut bestückter Verkaufsladen in den 1960er Jahren im Haus Regnery - FOTO_ ARCHIV MONIKA ROLEF.jpg/Archiv: Monika Rolef

Die Chronik ist Anfang Dezember in den Buchhandlungen Hildesheim und Behme erhältlich sowie bei  Monika Rolef, Ritzstraße 3 in Prüm. „Das neue Prüm – Chronik einer Stadt“, 1945 – 1975, Band1, 32,90 Euro, 352 Seiten.