Prümer erinnern mit Gedenkfeier an Explosionsopfer

Prüm · Vor fast genau 67 Jahren explodierte unterhalb des Kalvarienbergs ein unterirdisches Depot mit 500 Tonnen Sprengstoff. Zwölf Menschen kamen bei dem Unglück ums Leben. Ein Gedenkstein erinnert nun an die Opfer.

Prüm. Die Katastrophe kommt am Abend des 15. Juli 1949 - in wenigen Augenblicken wird Prüm zum zweiten Mal binnen fünf Jahren in Schutt und Asche gelegt. Diesmal nicht im Krieg, sondern durch die Explosion eines 500-Tonnen-Sprengstofflagers unterhalb des Kalvarienbergs. Zwölf Menschen kommen ums Leben. Am Mittwoch, 13. Juli, wird auf dem Friedhof eine neue Gedenkstätte für sie eingeweiht.
"Jeder in der Region kennt die Geschichte der Explosionskatastrophe, viele Prümer haben sie als Kind miterlebt, auf dem Kalvarienberg mahnt das große Denkmal über dem Krater, doch langsam verschwinden die Gräber der Todesopfer. Ein gemeinsamer Gedenkstein mit allen Namen wird sie in Zukunft in Erinnerung halten", sagt Basilikaführerin Monika Rolef. Aufgestellt werde der Stein, es handelt sich um einen Findling aus der Region, neben dem Grab Katharina Zimmers, besser bekannt als Zömmisch Kätchen. Als Prümer Original war sie stadtweit bekannt und weigerte sich während des gesamten Zweiten Weltkriegs die Stadt zu verlassen. Sie überlebte Bomben- und Artillerieangriffe. Selbst die Sprengung des Konvikts, in dessen Kellern sie Unterschlupf gesucht hatte, überlebte sie. Als der Kalvarienberg explodierte, verlor sie allerdings ihr Leben. aff
Der Gedenkstein für die Opfer der Explosionskatastrophe wird am Mittwoch, 13. Juli, um 14.30 Uhr bei einer kleinen öffentlichen Feierstunde eingeweiht.

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