Prümer Kirmes: Nun also doch auf dem Hahnplatz - Aber nur noch dieses eine Mal

Prüm · Die Kreisverwaltung hat ein Herz für die Abteistädter: Soeben wurde bekannt, dass die Salvator-Kirmes nun doch auf dem Prümer Hahnplatz und dem Schulhof des Gymnasiums laufen kann. Der Aufbauplan für die Unterrichtscontainer ist darauf abgestimmt worden.

Prüm. Bleiben wir vorsichtig, auch wenn es gut aussieht: Die Prümer Salvator-Kirmes kann nun doch, wahrscheinlich, voraussichtlich, Daumen drücken, auf dem Hahnplatz und dem Schulhof des Regino-Gymnasiums ausgerichtet werden.
Es hatte, der TV berichtete, darum in den vergangenen Wochen einiges an Hin und Her gegeben, wörtlich sogar: Zuerst hieß es, die Kirmes müsse in Richtung Teichplatz umziehen - weil bekanntlich am Gymnasium eine Reihe von Räumen wegen Brandschutzauflagen nicht genutzt werden dürfen.
Und bis diese Räume hergerichtet sind, müssen die Schüler in Container umziehen - die wiederum auf den Hof des Gymnasiums kommen sollen. Und das sollte ungefähr zur Kirmeszeit passieren. Ergo: Kein Platz für Knuppautos und andere Fahrgeschäfte.
Dann hieß es: Kommando zurück, alles passt zeitlich aneinander vorbei, die Kirmes bleibt dort, wo sie seit zehn Jahren gefeiert wird. Vorige Woche aber wurde im Stadtrat bekannt, dass das mit der Terminierung eben doch noch nicht klar sei.
Jetzt aber erhielt Stadtbürgermeisterin Mathilde Weinandy aus der Kreisverwaltung die ersehnte Nachricht: Kirmes geht klar, die "mobilen Schulklassen" und alles, was an Installation noch dazugehört, kommen erst später, und zwar in der Woche nach der Kirmes, voraussichtlich geht es am Freitag, 14. August, damit los.
Mathilde Weinandy hat dem TV ihre Reaktion an Alfred Marder bei der Kreisverwaltung überlassen. Weil sie sich so freut: "Mir fällt ein Stein vom Herzen", hat sie per Mail an Marder geschrieben, bedankt sich für das "großzügige Entgegenkommen" und teilt mit, dass "alle Prümer" dem Adressaten zu Füßen liegen. "Sie haben mir sehr geholfen und mir sehr viel Ärger erspart." Außerdem verspricht sie Alfred Marder "einen Bürgermeisterkuchen aus Prüm".
Ob er den wohl annehmen darf? Anzunehmen ist aber auf jeden Fall, dass die Protestnoten aus der Anwohnerschaft um den Teichplatz, wegen der befürchteten Lärmbelästigung, damit auch perdu sind. Die trafen nämlich kurz nach der Nachricht ein, dass die Kirmes dorthin umziehen müsse.
Hat sich also erledigt, zumindest für dieses Jahr. Denn die Kreisverwaltung weist vorsorglich warnend darauf hin, dass aufgrund der Sanierungsarbeiten an der Schule "in den kommenden Jahren die Ausrichtung der Kirmes auf dem Schulhof nicht möglich ist". Dieses Jahr aber bleibt alles beim Alten: Am Freitag, 7. August, geht es um 17 Uhr mit dem Fassanstich los (das weitere Programm: siehe Extra).
Und dann ist ja da auch noch die andere Baustelle im nächsten Jahr - der Hahnplatz. Vielleicht nehmen sich die Prümer ja, wenn die Arbeiten dann endlich laufen, Stress verursachen und den Mecker-Reflex auslösen, die Kölner als Vorbild: Denn dort sind soeben die neuen Rheinterrassen freigegeben worden.
Die Domstädter zeigen sich bisher ganz begeistert davon. Und wer hat die neue Gestaltung entworfen? Genau, ein gewisser Maik Böhmer und sein Büro Planorama. Und die machen auch den Hahnplatz.Extra

Auf dem Ausstellungsgelände ist am Kirmeswochenende wieder ein Trödelmarkt. Lauter Hits und klasse Songs: Am Samstag, 8. August, 20.30 Uhr, entern wieder die Acapulco Firebirds die Bühne der Festwirte am Hahnplatz und spielen ein Konzert bei freiem Eintritt. Am Sonntag, 9. August, spielt nach dem Festhochamt (10.30 Uhr) der MusikvereinPrüm. Das Entenrennen des Jugend-DRK Prüm startet gegen 14.30 Uhr in der Prümtalstraße. Ebenfalls am Sonntag ist wieder der Benefizlauf "Rock'n'Run", diesmal zu Gunsten der Willkommenspatenschaften für Flüchtlinge im Eifelkreis Bitburg-Prüm (17 Uhr). Am Kirmesmontag, 10. August, ist um 16 Uhr der Feierabendtreff, gegen 22 Uhr wird vom Parkdeck in der Bahnhofstraße das Schlussfeuerwerk gezündet. Die Stellflächen auf der oberen Ebene sind dazu von 17 Uhr an gesperrt. Auf der unteren Ebene darf geparkt werden, von 17 Uhr an besteht aber keine Ein- und Ausfahrtmöglichkeit mehr. fpl