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Prümer Krankenhaus bekommt die Geriatrie

Prüm. Lange hat das Prümer St.-Joseph-Krankenhaus um die Geriatrie gekämpft, nun ist man am Ziel: Das Land hat 15 Betten bewilligt. Ab sofort können daher deutlich mehr ältere Patienten versorgt werden – und die Nachfrage steigt ständig.

Prüm. Die ersten positiven Signale gab es schon länger, nun ist es amtlich: Das Prümer St.-Joseph-Krankenhaus hat einen altersmedizinischen Schwerpunkt (siehe Extra). Das vorgelegte Konzept mit einem engen Netzwerk mit dem Krankenhaus in Daun hat die Landesregierung offenbar überzeugt, 15 Betten sind in Prüm bewilligt - und stehen den älteren Patienten ab sofort zur Verfügung.

"Das ist ein wichtiger Schritt für die ortsnahe Versorgung", sagt der kaufmännische Direktor Andreas Fidelak. Gerade bei der Geriatrie sei diese besonders wichtig, denn ältere Patienten hätten häufig Probleme mit der Umstellung auf eine neue Umgebung. "Oft liegt ja auch schon eine beginnende oder fortgeschrittene Demenz vor", sagt Oberarzt Christoph Rick. Die wohnortnahe Betreuung habe zudem den Vorteil, dass die Patienten besser versorgt werden, weil der Kontakt mit den niedergelassenen Ärzten und den Pflegediensten enger ist. "Es ist wichtig, dass man die vorhandene Infrastruktur kennt und auch die Hausärzte und die ambulanten Pflegedienste einbezieht", sagt Rick. Dabei werde das Netzwerk besonders deutlich, von dem der Patient umgeben ist, betont Fidelak. "Das Ziel ist eine möglichst hohe Lebensqualität." Dass es erreicht werden kann, zeigen aktuelle Studien. Rund 60 Prozent an funktionellen Einbußen sind laut Rick mit einer frühzeitigen geriatrischen Betreuung vermeidbar.