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Prümer Stadtteile machen den Zukunfts-Check

Infrastruktur : Prümer Stadtteile machen den Zukunfts-Check

Welche Herausforderungen kommen auf die Dörfer zu, wenn das Durchschnittsalter ihrer Einwohner stetig steigt? Die Bürger sollen sich mit Ideen und Vorschlägen einbringen.

„An der Dorfentwicklungs-Initiave des Eifelkreises dürfen auch Stadtteile teilnehmen. Das ist für uns eine gute Nachricht“, vermeldet Prüms Bürgermeister Johannes Reuschen. Dass diese Möglichkeit besteht, hätte erst eine Nachfrage beim Kreis ergeben.

Doch es gebe eine Regel: Es dürften nur diejenigen Stadtteile mitmachen, die in der Vergangenheit bereits einmal an einer Dorfmoderation teilgenommen hätten: „In den Genuss von Fördergeldern im Rahmen des Zukunfts-Checks Dorf könnten Steinmehlen (82 Einwohner), Weinsfeld (238 Einwohner) und Niederprüm (544 Einwohner) kommen“, sagt Reuschen. Dausfeld (497 Einwohner) habe leider noch nie ein Dorfkonzept entwickelt. „Aber auch Dausfeld soll nicht außen vor bleiben –  hier muss sich die Stadt Prüm etwas einfallen lassen und nach Fördermöglichkeiten suchen.“

Im ersten Schritt werden Einladungen zu Bürgerveranstaltungen verschickt, bei denen über die Initiative Zukunfts-Check informiert wird –  denn die Einwohner der vier Ortsteile sollen nicht nur mitgestalten, zuvor müssen sie auch der Teilnahme an der Dorfentwicklung zustimmen. „Ich glaube, dass die Initiative ein tolles Instrument ist“, sagt Johannes Reuschen.

 „Die Leute setzen sich zusammen, schauen, welche Defizite es in ihrem Dorf gibt und was man unternehmen kann, um das Gemeinwesen und den Zusammenhalt zu stärken. Dieses Vorgehen erhält den Charme eines Ortes.“ Das hätte in vielen anderen Orten bereits bestens funktioniert und schöne Ergebnisse hervorgebracht, sagt der Bürgermeister.

Im zweiten Schritt folgen Workshops und Arbeitsgruppen der Einwohner, in denen geklärt werden soll, wo die Stärken und wo die Schwächen in der Infrastruktur und im Gemeinwesen liegen.

Dabei geht es nicht nur um Gebäudeleerstände oder die Gestaltung öffentlicher Räume und Einrichtungen, sondern auch um soziale Belange, wie etwa Angebote für Jugendliche, Familien und Senioren und  Integration neuer Mitbürger. Ein Augenmerk soll dabei auch auf mögliche Defizite bei der Barrierefreiheit in den Dörfern und auf einen Ausbau der Angebote des öffentlichen Nahverkehrs gelegt werden.

„Und: Wir haben in den Stadtteilen inzwischen zu wenig Bauland“, sagt Johannes Reuschen. Das Problem müssen wir gemeinsam angehen, und der Zukunfts-Check bietet dazu eine hervorragende Plattform.“

Kurz gesagt, es gehe um die Zukunft, schreibt der Bürgermeister in seiner Einladung an die Bürger —  und ruft daher alle auf, am Zukunfts-Check teilzunehmen.

 Die Bürgerversammlungen zur Initiative Zukunfts-Check Dorf finden in den Stadtteilen statt. Für Steinmehlen und Weinsfeld gibt es eine gemeinsame Veranstaltung am Donnerstag, 25. Juni, um 19.30 Uhr im Gemeindehaus Weinsfeld. In Niederprüm findet die Bürgerversammlung am Mittwoch, 24. Juni, um 19.30 Uhr im Pastor-Billig-Haus statt.