Prümer Stützpunkt der Verbraucherzentrale RLP feiert Fünfjähriges

Verbraucherschutz : Ein sinnvolles Angebot

Die Prümer Verbraucherzentrale feiert ihr Fünfjähriges.

Ein falscher Klick im Internet, eine unbedachte Unterschrift unter einem dubiosen Mobilfunkvertrag oder auch einfach Stress mit Handwerkern oder Reiseveranstaltern – schnell kann sich für Kunden Ärger entwickeln, den sie erst mal nicht sofort rechtlich korrekt einschätzen können. „Der Gang zum Anwalt kann bei so was ja nicht die erste Lösung sein. Da kommen wir ins Spiel“, sagt Monika Hecken. Seit fünf Jahren steht sie mit Rat und Tat im Beratungsstützpunkt der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz Hilfesuchenden zur Seite. Das Angebot wird gut genutzt.

„In den vergangenen Jahren konnten wir 2704 Beratungskontakte verzeichnen“, sagt Monika Hecken. Dies sei ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis. „Besonders dafür, dass nur drei Stunden in der Woche Beratungen angeboten werden“, sagt Ulrike von der Lühe, Vorständin der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

Zwei Themenbereiche haben dabei die Nase deutlich vorne: 45 Prozent der Beratungen befassten sich mit dem Verbraucherrecht, also Dienstleistungen, Reisen, Bildung und Konsumgütern, 44 Prozent der Gespräche drehten sich um Angelegenheiten, die in irgendeiner Weise etwas mit Telekommunikation zu tun haben – sowohl in puncto Telefon und Internetverträge als auch Netzabzocken oder Rechnungsfragen.

„Wir freuen uns, dass unser Angebot in Prüm in den vergangenen Jahren zu einer festen Institution geworden ist“, sagt Ulrike von der Lühe. Ermöglicht werde dies aber vor allem, das dürfe man nicht vergessen, durch eine jährliche kommunale Mitfinanzierung durch die Verbandsgemeinde Prüm, sagt sie. „Ohne diese Hilfe wäre das Angebot nicht möglich.“

Vor etwas mehr als fünf Jahren kam Ulrike von der Lühe auf Aloysius Söhngen zu und stellte ihm die Idee vor, im Norden von Rheinland-Pfalz einen Beratungsstützpunkt einrichten zu wollen. „Sie sagte, dass es hier bei uns einen weißen Fleck auf der Karte des Verbraucherschutzes gebe, wenn wir das machen wollten, es aber nicht umsonst gehe“, sagt Söhngen. Das Geld sei aber sehr gut angelegt.

„Nach wie vor werden viele Verbraucher Opfer unseriöser Machenschaften. Untergeschobene Verträge, unseriöse Kreditkartenangebote, unberechtigte Inkassoforderungen – die vielfältigen Themen, mit denen die Leute zu mir kommen, tragen dazu bei, dass meine Arbeit hier immer spannend bleibt“, sagt Monika Hecken.

Besonders das persönliche Gespräch sei eben wichtig bei dieser Form der Beratungen, ergänzt Prüms Stadtbürgermeisterin Mathilde Weinandy. Das Internet biete zwar viele Informationen, überfordere aber auch schnell: „Besonders ältere Hilfesuchende haben Schwierigkeiten, korrekte Informationen von falschen zu unterscheiden. Ein persönliches Gespräch ist, wenn man wirklich Hilfe braucht, manchmal einfach nicht verzichtbar.“

Monika Hecken bietet im Prümer Beratungsstützpunkt der Verbraucherzentrale im Konvikt (Raum 2015) jeden Freitag, von 10 bis 13 Uhr Hilfe an – zwischen 10 und 11 Uhr eine offene Sprechstunde, bis 13 Uhr nach Terminvereinbarung unter 0651/48802, über info@vz-rlp.de oder online unter www.verbraucherzentrale-rlp.de/onlinetermine-rlp