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Prümer Wintersportgebiete bereiten Betrieb vor

Wetter : Prümer Wintersportgebiete bereiten Betrieb vor

Ergiebiger Neuschnee lässt in der Verbandsgemeinde Prüm die Hoffnung auf gute Wintersportbedingungen steigen. Am Schwarzen Mann sollen sich morgen schon die Lifte drehen, in der Wolfsschlucht könnte es Freitag losgehen.

Schon in der zweiten Woche wird die Schnee-Eifel endlich mal wieder ihrem Namen gerecht. Ob Häuser, Felder oder Bäume, die Verbandsgemeinde Prüm liegt schon seit Tagen unter einem wechselnd dichten weißen Mantel. Nur für den Wintersport reichte es bisher nicht so ganz. Mit den teils heftigen Schneefällen der vergangenen Tage steigt in beiden Skigebieten der Wintersportregion Prüm die Hoffnung auf einige schöne Tage auf den Pisten – sowohl am Schwarzen Mann als auch in der Wolfsschlucht.

Dort plante der Ski-Klub Prüm, den Betrieb schon am vorigen Wochenende aufzunehmen. Es sollte anders kommen. „Man steckt halt nicht drin“, sagt Michael Wielvers, Geschäftsführer des Ski-Klubs, der die Wolfsschlucht betreut. „Egal wie gut die Bedingungen sind, wenn wie am Sonntag plötzlich Regen kommt, wird aus einer herrlichen weißen Piste doch sehr schnell eine braune Schlammlandschaft.“ Nun setzt man die Hoffnungen auf Freitag. „Es soll nochmal schneien. Wenn möglich, lassen wir die Tage unsere Schneekanonen laufen und können dann hoffentlich Freitagmittag den Skibetrieb aufnehmen“, sagt Wielvers.

Auch im wenige Kilometer entfernt auf der Schneifel liegenden Skigebiet Schwarzer Mann bereitet man sich auf den Saisonstart vor. „Wir sind angewiesen auf Neuschnee, weil wir hier keine Beschneiungsanlage haben. Der Schnee ist aber angekündigt“, sagt der Pächter des Blockhauses am Schwarzen Mann, André Hillen. Gemeinsam mit dem Betreiber des Skiverleihs, Edgar Kausen, kümmert sich Hillen im Auftrag des Zweckverbands Schwarzer Mann um den Pistenbetrieb. „Im Moment liegen bei uns 20 bis 25 Zentimeter Schnee. Kommt da noch ein kleines bisschen drauf, haben wir für uns hier perfekte Verhältnisse und können die Lifte am Donnerstag wie geplant anwerfen“, sagt Hillen.

Wer es bis dahin nicht mehr abwarten kann, braucht übrigens nur die Skiausrüstung in den Kofferraum zu werfen und über die belgische Grenze zu fahren. Dort nämlich locken die 19 kleinen und großen Wintersportzentren bereits mit optimalen Schneebedingungen. Etwa 35 Zentimeter hoch liege der Schnee rund ums Hohe Venn, teilt die Tourismusagentur Ostbelgien mit. Fast alle Skigebiete seien geöffnet – sowohl die Loipen seien gespurt als auch die Abfahrtspisten präpariert, informiert die Tourismusagentur und verweist für genaue Details auf ihre Internetseiten.

Während in Belgien bereits Ski und Snowboard gefahren werden kann, müssen in der Verbandsgemeinde Prüm noch die Daumen gedrückt werden. „Wir gehen nun einfach mal vom Besten aus und planen am Wochenende den Betrieb fest ein“, sagt Wielvers. Die Prümer Stadtbürgermeisterin Mathilde Weinandy ist bereits informiert, die Suche nach Lifthelfern ist schon angelaufen. „Der Ski-Klub ist für die Pisten und die Hütte zuständig, wir von Seiten der Stadt für die Helfer“, sagt Weinandy.

Übrigens werden in diesen Tagen wohl nicht nur eingefleischte Wintersportler auf anhaltende Kälte und Schneefall hoffen, auch vielen Narren in der Region wird eine regenfreie Woche am Herzen liegen: Der Ski-Klub Prüm hat sich nämlich etwas Jeckes einfallen lassen und lädt am Sonntag, 3. Februar, ab 13 Uhr zum Kostüm-Skifahren ein.

Eine Idee, die auch von offizieller närrischer Seite geschätzt wird. Für den Sonntagnachmittag hat sich nämlich bereits hoher Besuch angekündigt. Die Prümer KG 1881 möchte mit dem Prümer Dreigestirn und seinem Gefolge in der Wolfsschlucht vorbeischauen, um ein paar Schwünge zu fahren.