Punktlandung zur Winterpause

Ein erster Teil der oberen Steilkaulstraße in Prüm ist schon neu ausgebaut. Sobald konstante Plus-Temperaturen es zulassen, folgen der restliche Abschnitt sowie Sonnenhang und "Roter Sandberg".

Prüm. Die Baugebiete unterhalb vom Prümer Tettenbusch und Postferiendorf sind in die Jahre gekommen und damit auch die Erschließungsstraßen. Die Stadt setzt ihre dortige Ausbau-Offensive fort, die bisher Kiefernweg, Waldstraße, Bertradastraße und untere Steinkaulstraße verwandelt hat.Noch im Oktober legte die Baufirma Backes los — mit Blick auf den nahenden Winter ein Risiko. Doch die Witterung spielte mit, die Arbeit gelang. "Das lief optimal", stellt Hubert Thomas vom Ingenieurbüro Scheuch fest. "Die Anlieger sind sehr zufrieden."So bekam das Teilstück der Steinkaulstraße zwischen Pferdemarkt und der Abzweigung "Am Sonnenhang" eine komplett neue Fahrbahn. Teile des Kanals und Hausanschlüsse wurden saniert, die Frischwasserleitung auf Auftrag des Kreiswasserwerks erneuert. An die 4,75 Meter breite Fahrbahn schließen sich beidseitig Entwässerungsrinnen und Gehwege aus rötlichem Betonsteinpflaster an, niveaugleich ohne Bordstein.In dieser Form geht es künftig bis zur Einmündung "Roter Sandberg" weiter. Zur Verkehrsberuhigung dienen Einengungen in Steinkaulstraße und "Rotem Sandberg". Die sogenannten Baumquartiere werden in Naturstein gepflastert, die Fugen wasserdurchlässig mit Split gefüllt. Es wird jeweils ein Laubbaum mit kleiner Krone gepflanzt, voraussichtlich nach Ausbau-Abschluss im Herbst.Auf pflegeintensive Beete will die Stadt bewusst verzichten. In Höhe der Engstellen wird zudem die Fahrbahn gepflastert.Die ebenfalls stark beschädigten Fahrbahnen "Am Sonnenhang" und "Roter Sandberg" werden 5,50 Meter breit ausgebaut. Frischen Asphalt gibt es auch für die beiden kurzen Stichwege am Roten Sandberg, allerdings ohne Gehweg. Steinkaulstraße und "Sonnenhang" bekommen neue Lampen, der Sandberg ist schon umgerüstet."Wir sind positiv überrascht, auch die Nachbarschaft", sagt Anliegerin Elke Hack im Gespräch mit dem TV. Die Baufirma habe sehr umsichtig und zügig gearbeitet, ohne Baustopp. Es sei darauf geachtet worden, dass Anlieger ihr Auto so nah wie möglich ans Haus mitnehmen konnten: "Bei etwas gegenseitigem Verständnis ist so eine Baustelle kein Problem."Das macht anderen Anliegern Mut, die wie bei jeder Baustelle mit Einschränkungen leben müssen. Die Baufirma will weiter abschnittsweise vorgehen. Geplant ist folgende Reihenfolge: restliche Steinkaulstraße, Am Sonnenhang und schließlich Roter Sandberg.Hintergrund Die Kosten des Straßenausbaus fallen durchweg günstiger aus als in der ursprünglichen Schätzung. Die Steinkaulstraße schlägt mit 390 000 Euro zu Buche, "Am Sonnenhang" mit 138 000 und "Roter Sandberg" mit 312 000 Euro (jeweils Bau und Planung). 60 Prozent zahlen die Grundstücksbesitzer der Kernstadt über so genannte wiederkehrende Beiträge. Das Land Rheinland-Pfalz schießt aus dem Investitionsstock 215 000 Euro zu. Damit reduziert sich der städtische Anteil auf 122 000 Euro. (cus)