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Einstimmig wählten die Bitburger Sozialdemokraten den Mötscher Ortsvorsteher Heiko Jakobs zum neuen Vorsitzenden. Er tritt die Nachfolge von Sigrid Steffen an, die nach zehn Jahren als Vorsitzende nicht mehr erneut kandidierte.

Kommunalpolitik : Neue Führung für Bitburgs SPD

Einstimmig wählten die Bitburger Sozialdemokraten Heiko Jakobs zum neuen Vorsitzenden. Er tritt die Nachfolge von Sigrid Steffen an, die nicht mehr kandidierte.

Beworben hat er sich nicht, gewählt wurde er trotzdem – und zwar einstimmig. Der 44-jährige Heiko Jakobs, seit 2014 auch Ortsvorsteher im Stadtteil Mötsch, ist neuer Vorsitzender des SPD-Stadtverbands.

Im Vorfeld der Jahreshauptversammlung sei er angesprochen worden, ob er sich vorstellen könne, die Führung zu übernehmen. „Ja“, sagt Jakobs, „das könne er sich gut vorstellen“. Nun tritt er die Nachfolge von Sigrid Steffen an, die zehn Jahre an der Spitze des Stadtverbands stand.

„Ich habe das so lange gemacht“, sagt Steffen, die zuvor bereits 15 Jahre den Ortsverband Gondorf geführt hat. „Ich habe mir vorgenommen, das jetzt in die Hände eines Jüngeren zu übergeben“, sagt Steffen, die diesen Monat 66 Jahre alt wurde. Für sie ist dieser Generationenwechsel im Stadtverband auch mit Blick auf die Kommunalwahl 2019 wichtig: „Da müssen wir auch Jüngere in entscheidende Positionen bringen.“

Ihr Engagement in der SPD-Fraktion des Bitburger Stadtrats bleibt vom Rückzug aus dem Vorstand des Stadtverbands unberührt. Steffen will sich weiter in dem Gremium engagieren. Zudem ist sie auch neues Mitglied der SPD-Kreistagsfraktion. „Ich rücke nach für Erdal Dogan, der sein Mandat aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt hat“, sagt Steffen. Am gestrigen Montag war ihre erste Kreistagssitzung. Von Rückzug kann also keine Rede sein und die Führung des Stadtverbands sieht Steffen bei ihrem Nachfolger Jakobs in guten Händen.

Für Jakobs steht nach dem Ausgang des Bürgermeisterwahlkampfes 2017 fest, dass „viele Bitburger sich für die Zukunft kein einfaches weiter so wünschen“. Er setzt sich für „ein ganzheitliches Stadtentwicklungskonzept“ ein, das fraktions- und parteiübergreifend erarbeitet werden müsste.

Was den Bitburger Bau-Boom angeht, dürfe „die Marschrichtung“ nicht allein von Investoren bestimmt werden. Hier brauche es „Leitplanken“, damit die Entwicklung von Bürgern und ihren politischen Repräsentanten gesteuert werde. Weitere Themen: Energiewende, bezahlbarer Wohnraum. Ziel sei eine „nachhaltige, soziale Stadtentwicklung“ für Bitburg.

Was die Genossen freut: Die Zahl der Mitglieder ist von knapp 60 auf nunmehr 65 gestiegen. Kommendes Jahr feiert der Bitburger SPD-Stadtverband sein 100-jähriges Bestehen. Kritisch bewertete man die Situation auf Bundesebene. Die meisten Stadtverbands-Mitglieder sehen eine große Koalition kritisch. Fazit in Bitburg: „Eine Demokratie braucht Alternativen.“

Für den neuen Stadtverbands-Vorsitzenden gilt es nun, „der Partei ein klares Profil zu geben“, wie er es selbst ausdrückt.

Dabei verspricht Jakobs den Mitgliedern, dass alle aktiv an dieser Erneuerung der Partei mitarbeiten dürfen und sollen.

Er will verstärkt auf den Dialog aller setzen und strebt an, alle Mitglieder bei der Ausarbeitung wichtiger stadtpolitischer Themen zu beteiligen.

Die Vorstandswahlen brachten neben der Wahl von Heiko Jakobs zum Vorsitzenden folgende Ergebnisse: Stellvertretende Vorsitzende ist Irene Weber, Schriftführer Marco Reckinger, Kassierer Daniel Schumacher, Beisitzer Kim Becker, Theresa Böttel, Rudi Gillen und Karl Heinz Zeidler.