Radwegenetz

Zu unserem Bericht "Aktiv durch das Kylltal - und die Sonne lacht" (TV vom 18. Juli) und dem Leserbrief "Gefährlich" dazu (TV vom 23. Juli) sowie dem Leserbrief "Dringend zum Augenarzt" (TV vom 5. August) schreibt dieser Leser:

Vorweg: Im Juli habe ich mich in einem Leserbrief massiv über die schlechte Beleuchtung im Radfahrtunnel am autofreien Raderlebnistag Kylltal aktiv zwischen St. Thomas und Kyllburg beschwert. Auch äußerte ich die Auffassung, dass der Radweg zwischen Hüttingen und Ehrang streckenweise aufgrund schlechter Fahrbahnqualität beispielsweise für Rennradfahrer nicht nutzbar ist. Daraufhin schrieb der Leser Peter Meier aus Bitburg einen sehr unfreundlichen Leserbrief, in dem er mir sogar empfahl, einen Augenarzt aufzusuchen. An sich sehe ich mich nicht genötigt, auf so etwas ernsthaft zu antworten. Das ist für mich kein erwachsenes Kommunikationsniveau. Hier möchte ich lediglich meine Stellungnahme zu den Radwegen in der Eifel darlegen. In den Medien wird massiv für die Radwege in der Eifel geworben, und der Eindruck wird erweckt, es gäbe hier tatsächlich zusammenhängende Radwege. Was es wirklich gibt in der Eifel, ist an vielen Stellen eine Unzahl kleiner Schilder mit einem grünen Fahrrad drauf gemalt, die sich an etlichen Wirtschaftswegen finden. Menschen, die einmal in den Niederlanden mit dem Fahrrad unterwegs waren und mit solcherart Radweg-Werbung in die Eifel gelockt werden, werden enttäuscht sein und Fahrräder samt Kinder einpacken und schleunigst von dannen ziehen. Radwege in der Eifel sind immer noch ein unvollkommenes Stückwerk, das größtenteils auf Treckerwegen der Landwirtschaft mit Kontakt zum Güllewagen stattfindet. Aus eigenen Erfahrungen kann ich berichten, dass auch viele Eifeler, die nicht Fahrrad, sondern PKW und Kleintransporter fahren, ebenfalls nichts oder wenig von der Existenz und den Überlebensnöten eines Radfahrers wissen. Der Radfahrer ist in dieser wunderschönen Eifel für einige Autofahrer nur Freiwild, an dem auf Landstraßen mit Vollgas und 140 Stundenkilometern vorbeigejagt wird - teils mit Tuchfühlung zum Fahrradlenker. Radfahren in der Eifel ist (noch immer) gefährlich und kein Vergnügen. Josef Moeller, Ließem