1. Region
  2. Bitburg & Prüm

Rätselraten um Tod eines Patienten in Bitburg

Rätselraten um Tod eines Patienten in Bitburg

Der mysteriöse Tod eines 76-jährigen Patienten im Krankenhaus Bitburg hat die Landespolitik erreicht. Gestern beantwortete Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) Fragen der CDU-Opposition. Derweil gibt es neue Vorwürfe gegen die Klinik.


Die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler kann zum Tod eines 76-Jährigen, der am 11. März im Krankenhaus Bitburg an den Folgen eines Herzinfarktes starb, wenig sagen. Der Klinik-Träger, die Marienhaus Kliniken GmbH, habe gegenüber dem Ministerium erklärt, den Vorfall sehr akribisch zu recherchieren, berichtete Bätzing-Lichtenthäler gestern im sozialpolitischen Ausschuss des Landtags. Die Berichte aller Schwestern, Pfleger und Ärzte, die in der besagten Nacht im Dienst waren, würden derzeit ausgewertet. Die Staatsanwaltschaft Trier prüft parallel, ob es Anhaltspunkte für ein Fehlverhalten gibt, also ob Ärzte dem Patienten möglicherweise nicht schnell genug geholfen haben.

Laut der Ministerin ist nicht bekannt, in wie vielen Fällen es in den vergangenen fünf Jahren Ermittlungen aufgrund unklarer Todesfälle in rheinland-pfälzischen Krankenhäusern gab. Auf die Frage der CDU, ob es eventuell einen Zusammenhang mit der Personalausstattung des Krankenhauses Bitburg gebe, sagte Bätzing-Lichtenthäler, der Träger schließe das aus. "Dem Ministerium liegen dazu keine eigenen Erkenntnisse vor." Aus tragischen Ereignissen wie diesen "sollen auch Konsequenzen gezogen werden", kündigte die Ministerin an. Details nannte sie nicht.

Unterdessen gibt es neue Anschuldigungen gegen Ärzte des Marienkrankenhauses. Angehörige eines 61-Jährigen berichten dem Volksfreund von "unmenschlichen" Erlebnissen in dem Hospital. Der Vater/Ehemann sei erst nach langem Flehen auf die Intensivstation verlegt und dort über eine Sauerstoffmaske beatmet worden.