Rainer Wirtz geht für die CDU ins Rennen

Rainer Wirtz geht für die CDU ins Rennen

BADEM. Die CDU in der Verbandsgemeinde Kyllburg wird mit dem Mettericher Ortsbürgermeister Rainer Wirtz in den Wahlkampf ziehen, um am 12. Oktober den Chefsessel im Kyllburger Rathaus zu erobern. 90 Prozent der Mitglieder nominierten Wirtz als Kandidaten.

Dem Gemeindeverbandsvorsitzenden Helmut Berscheid fiel eine Last von den Schultern, als die Versammlung entschieden hatte und 63 von rund 200 Mitgliedern der CDU im Kyllburger Land über den Vorschlag von Vorstand und Fraktion abgestimmt hatten. Monatelang hatte er die eingehenden Bewerbungen gesammelt, ehe nun über einen geeigneten CDU-Kandidaten für die Bürgermeisterwahl in Kyllburg entschieden wurde. Zwölf Bewerbungen seien auf die Ausschreibung der CDU hin eingegangen, berichtete Berscheid. Sieben Bewerber schließlich kamen in die engere Wahl - ein Achter hatte seine Bewerbugn zurückgezogen - und mussten am Donnerstag bis in die Nacht hinein einem 25-köpfigen Gremium aus Vorstand und VG-Rats-Fraktion Rede und Antwort stehen. Diese hatte laut Berscheid mit Hilfe eines Punktesystems einen oder mehrere Kandidaten auszuwählen, die am darauf folgenden Tag der Mitgliederversammlung vorgestellt wurden. So präsentierten Vorstand und Fraktion in der Gemeindehalle Badem Rainer Wirtz, der mit der höchsten Punktzahl aus der Bewerberrunde hervorgegangen war. Rainer Wirtz (44) kommt aus Metterich (VG Bitburg-Land), leitet in Bitburg das Amt für Wirtschaftsförderung bei der Kreisverwaltung und ist Geschäftsführer der Strukturfördergesellschaft Bitburg-Prüm. Wirtz, verheiratet und zwei Kinder, ist seit 1989 Ortsbürgermeister der Gemeinde Metterich und hat dort in 14 Jahren kommunalpolitische Erfahrung gesammelt. Im Februar hatte die CDU den Kandidatenposten ausgeschrieben. Dass die Entscheidung auf Wirtz fiel, hat wohl mit der offenbar anvisierten Ausrichtung des Wahlkampfes zu tun. "Wir sind der Auffassung, dass wir in Kyllburg einen Bewerber brauchen, der von Wirtschaft etwas versteht", sagte Berscheid. "Wir brauchen aber auch einen Bewerber, der die Ortsgemeinden versteht, offen ist und hinhört." Beide Eigenschaften habe der Bewerber. Die Wirtschafts-Karte will auch Wirtz ausspielen: "Ich möchte die wirtschaftliche Entwicklung in der Verbandsgemeinde vorantreiben." Klar positionieren wolle er sich und Schwerpunkte setzen. Die Sorgen und Nöte der kleinen und mittelständischen Betriebe müssten in der VG-Verwaltung Chefsache sein, ebenso wie die Unterstützung der Landwirtschaft.Geballte Programmatik, die offenbar die Versammlung überzeugte. Denn bei drei Enthaltungen und sechs Gegenstimmen wählten 54 CDU-Mitglieder Rainer Wirtz zum Kandidaten der CDU für das Bürgermeisteramt in der Verbandsgemeinde Kyllburg. Eine Zustimmung von 90 Prozent. Fragen waren zuvor nicht offen geblieben, denn weder die Fragerunde an den Kandidaten noch die Aussprache wurden für Beiträge genutzt. "Viele der heute abend Anwesenden waren ja schon bei der Vorstellungsrunde gestern dabei", begründete Berscheid die ausbleibenden Wortmeldungen. Nachdem das Votum getroffen war, appellierte Landtagsabgeordneter und CDU-Kreisvorsitzender Michael Billen an die Geschlossenheit der Mitglieder. "Die Entscheidung ist gefallen. Ab jetzt gilt es, Wahlkampf zu machen. Wir werden um jede einzelne Stimme kämpfen müssen", zeichnete er die Wegstrecke bis zum 12. Oktober vor, um dann doch noch eine Portion der gewohnten Zuversicht zu verteilen. "Ich bin mir fast sicher: Wenn die CDU-Mitglieder zusammenhalten und zusammen kämpfen, wird es uns gelingen, die Bürger zu überzeugen und diese Wahl zu gewinnen. Jetzt gilt: Kämpfen, kämpfen und nochmals kämpfen." Dem Kreisvorsitzenden gefiel das Votum der Versammlung offenbar, denn die entsprechende Frage kommentierte er später mit einem zufriedenen Grinsen und fügte hinzu: "Ich denke, wir haben den richtigen Kandidaten." Auch das Ergebnis in Zahlen machte froh. "Ich bin froh, dass es nicht hundert Prozent waren, sondern 90. Das ist ein ehrliches Ergebnis", sagte Billen.

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