Rainer Wirtz will kleine Schulen sichern
Kyllburg · Auf Initiative des TV haben sich die beiden Kandidaten für die Bürgermeisterwahl in der Verbandsgemeinde Kyllburg, Bernd Spindler und Rainer Wirtz, auf eine Tour durch die Waldeifel begeben. Heute geht es um die Schwerpunkte des CDU-Herausforderers Rainer Wirtz.
Kyllburg. Wo Rainer Wirtz hinkommt, da wird er schon erwartet: Der CDU-Kandidat, der am 30. Oktober zum Bürgermeister der Verbandsgemeinde (VG) Kyllburg gewählt werden möchte, hat für seine "Drei-Themen-Drei-Orte-Tour" mit dem TV durch die Waldeifel Verstärkung organisiert.
Nicht, dass der 53-Jährige sie bräuchte. Doch er will damit zeigen, dass er als VG-Chef das, was ihm besonders am Herzen liegt, gemeinsam mit den Akteuren vor Ort umsetzen möchte.
Bürgermeister wahl
Und so trifft Wirtz im Industrie- und Gewerbezentrum (IGZ) Badem auf Arbeitgeber, Gewerbetreibende und Hoteliers. Das Thema Wirtschaftsförderung - für den 53-Jährigen Chefsache. "Ein Bürgermeister Rainer Wirtz hätte ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der kleinen Betriebe", kündigt er an. Nah dran sein an den Betrieben, davon verspricht er sich auch einen Aufschwung fürs IGZ: Mit einer auf die Bedürfnisse der Unternehmen zugeschnittenen Betreuung und Fingerspitzengefühl im Umgang mit ansiedlungswilligen Betrieben könne die Vermarktung dieses "Topstandorts" vorangebracht werden. Nachholbedarf sieht Wirtz im Bereich der Wirtschaftsförderung auch beim Tourismus: "Die touristische Zusammenarbeit zwischen den Betrieben, dem Verkehrsverein und der Verwaltung muss wiederbelebt werden", bekräftigt der CDU-Bewerber, der sich für eine parteiübergreifende, pragmatische Lösung einsetzen möchte.
Engagieren will sich der 53-Jährige außerdem für den Erhalt aller Schulstandorte in der Wald eifel - ein Thema, das er in Neidenbach vor Ortsbürgermeistern und Schulvertretern zur Sprache bringt: Es gebe nicht nur den Schulstandort Kyllburg, in den derzeit Millionen investiert werden, sondern auch die kleinen Grundschulen in Neidenbach, Burbach und Oberkail, deren Existenz gesichert werden sollte. "Gerade in der Fläche sind die Schulen enorm wichtig, weil die Gemeinden dadurch an Attraktivität vor allem bei jungen Familien gewinnen", sagt er. Es sei ein großer Vorteil der kleinen Schulen, dass sich die Akteure vor Ort gemeinsam für ihre Schule einsetzen - dieses Engagement wolle er als VG-Chef unterstützen. Das freiwillige Engagement der Bürger im Ehrenamt - ein weiteres Thema, das Wirtz neben vielen anderen am Herzen liegt und das er beispielhaft in Gransdorf verortet hat. Dort spricht er mit ehrenamtlich Aktiven etwa über das Engagement des Ackerbauvereins, der die Erinnerung an landwirtschaftliche Bräuche wachhält, des Musikvereins und des Kirchenchors, die Feste und Messen musikalisch begleiten, des Theatervereins, der den Seniorentag ausrichtet, des Fördervereins Alte Kirche St. Apollonia, der Spenden sammelt für die alte Pfarrkirche, der Feuerwehr oder der Rentner, die sich um die Sanierung der Wegekreuze kümmern. Das Ehrenamt habe einen unschätzbaren Wert, ist sich Wirtz sicher: "Viele Dinge sind dank ehrenamtlichen Engagements machbar, die sonst von einer Gemeinde aufgrund ihrer Haushaltslage nicht mehr geleistet werden könnten." In Gransdorf genauso wie in allen anderen 20 Gemeinden der VG Kyllburg.
Beim TV-Forum am Montag, 24. Oktober, 19.30 Uhr, in der Gemeindehalle in Badem stellen sich Rainer Wirtz (CDU) und Bernd Spindler den Fragen der Moderatoren sowie der Zuhörerschaft.
Extra
Seit seiner Ausbildung vor mehr als 30 Jahren arbeitet der Verwaltungsfachmann Rainer Wirtz, dem 1987 sein Verwaltungsdiplom verliehen wurde, bei der Kreisverwaltung Bitburg-Prüm. Seit 1995 leitet er dort das Amt für Wirtschaftsförderung, Dorferneuerung, Kreisentwicklung und Straßenbau. Der 53-Jährige, der in Neuerburg geboren wurde und in Nusbaum aufwuchs, ist zudem seit 22 Jahren Ortsbürgermeister von Metterich. Wirtz ist verheiratet und hat eine Tochter (24) und einen Sohn (20). neb