Rainer Wirtz will's noch mal wissen
Kyllburg · Bernd Spindler (SPD) ist nun nicht mehr der Einzige im Rennen um das Bürgermeisteramt der Verbandsgemeinde Kyllburg. Auch Rainer Wirtz (CDU) aus Metterich will sich im Oktober erneut zur Wahl stellen. 2003 hatte er knapp gegen Spindler verloren.
Kyllburg. Dass die Verbandsgemeinde (VG) Kyllburg auf der Abschussliste steht, schreckt Rainer Wirtz (CDU) nicht. Ob die Kommunalreform (siehe Extra) nun kommt oder nicht - der 53-Jährige möchte in Zukunft die Ortsgemeinden der VG Kyllburg begleiten und bei der Bürgermeisterwahl Ende Oktober gegen den erneut kandidierenden Amtsinhaber Bernd Spindler (SPD) antreten. Voraussetzung dafür ist, dass der CDU-Gemeindeverband ihn am 5. August zum Kandidaten nominiert. Dass das passiert, ist allerdings wahrscheinlich, da der Vorstand bereits einstimmig hinter ihm steht.
"Das ist für mich eine spannende persönliche Herausforderung", sagt Wirtz, der bei den Bürgermeisterwahlen 2003 auch schon gegen Spindler angetreten war und mit fünf Prozent Abstand verloren hatte. In den vergangenen Jahrzehnten habe er als langjähriger Ortsbürgermeister Metterichs viele Erfahrungen auf der untersten kommunalen Ebene sammeln können. Auf Kreisebene hingegen kennt er sich durch seine hauptberufliche Tätigkeit als Leiter des Amts für Kreisentwicklung, Wirtschaftsförderung und Straßenbau bei der Kreisverwaltung Bitburg-Prüm aus. Und nun will er die Verbandsgemeindeebene angehen. Wenn er Bürgermeister würde, wäre es im Hinblick auf die Kommunalreform natürlich sein erstes Ziel, die Verwaltung zu erhalten, sagt er. Doch selbst wenn die VG aufgelöst werden sollte, will Wirtz den Ortsgemeinden die "kompletten acht Jahre lang" zur Seite stehen. Und sich dann eben als hauptamtlicher Beigeordneter um die Gemeinden, ihre Probleme und ihre Projekte kümmern. Die Entwicklung der vergangenen Jahre habe er mit Interesse verfolgt und die Kontakte in die Verbandsgemeinde seit der Wahl 2003 aufrechterhalten. "Viele Leute sind auf mich zugekommen und haben gefragt, ob ich noch mal kandidiere", sagt Wirtz, der sich nach einem Gespräch mit seiner Frau und seinen beiden erwachsenen Kindern dann dafür entschieden hat, genau das zu tun. Die VG Kyllburg soll sich laut Vorgabe des Landes bis 2013 freiwillig einen Fusionspartner suchen. Anschließend könnte das Land per Zwang entscheiden, ob die VG mit einer anderen verschmilzt, aufgeteilt wird oder wächst. neb