Ran an die Trillerpfeifen
Viele freiwillige Helfer sorgen für die Verpflegung der Läufer auf der 42 Kilometer langen Strecke, während ehemalige Läufer, Einheimische und Feriengäste die Athleten anfeuern.
Bollendorf. (stbr) Eine große Tüte mit Trillerpfeifen sorgt für die notwendige akustische Kulisse, als die Läufer des um 10 Uhr in Echternach gestarteten Marathons die Verpflegungsstelle in Bollendorf passieren. Ungefähr 100 Zuschauer und Helfer trotzen den Temperaturen nahe der Frostgrenze, um die Läufer auf die zweite Hälfte der Strecke zu schicken. Kurt Allard als Streckensprecher begrüßt die Läufer mit ihren Namen und dem Herkunftsort, nachdem zwei Helfer mit Ferngläsern die Startnummern der Sportler durchgegeben haben.
An der Verflegungsstelle werden den Sportlern dann von Willi Johanns und helfenden Frauen Getränke und Obst angeboten. Gerade die vorne liegenden Läufer sind bei der Becherübernahme nicht gerade vorsichtig, so dass es kräftig spritzt. "Aber es macht trotzdem Spaß", meint Willi Johanns von der Verpflegungsstelle.
Bei den Zuschauern sind ehemalige Läufer wie Theo Schaack genauso dabei wie Dieter Freytag der als Feriengast von dem Lauf erfahren hat. Für die Bollendorfer Lokalmatadoren haben sich auch Unterstützer eingefunden. Der Musikverein hat zwar mit kalten Fingern zu kämpfen, feuert aber trotzdem mit schmissigen Stücken die Läufer an, die teilweise ihrerseits im Vorbeilaufen den Musikern zuklatschen.
Weiterhin sind auch Polizei und freiwillige Feuerwehr als Helfer für die Streckensperrung aktiv. Die Abordnung des Roten Kreuzes schiebt dagegen einen eher ruhigen Dienst, weil keiner der Läufer die medizinische Hilfe in Anspruch nehmen muss.
Aus sportlicher Sicht sieht es für den führenden Läufer in Bollendorf schon recht komfortabel aus, da dieser fast fünf Minuten Vorsprung auf den zweiten, dem polnischen Vorjahressieger hatte. Leider gehört der Führende zu den Nachmeldern, deren Namen nicht auf den Starterlisten zu finden sind, so dass er nicht persönlich begrüßt werden konnte. Die Meinungen des fachkundigen Publikums gehen alle in die gleiche Richtung: "wenn er keinen mächtigen Einbruch bekommt, wird er gewinnen."
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