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Realschule plus Bitburg nimmt vier Namen in engere Auswahl

Realschule plus Bitburg nimmt vier Namen in engere Auswahl

Weil die Realschule plus Bitburg nicht einfach nur Realschule plus Bitburg heißen möchte, wird seit längerem nach einem neuen Namen gesucht (der TV berichtete). Von 14 eingereichten Vorschlägen sind vier in der engeren Auswahl: Gerda Dreiser, Gamburius, Otto Hahn und Otto Lilienthal.

Bitburg. Die Realschule plus Bitburg hat vor einigen Monaten dazu aufgerufen, einen neuen Namensgeber zu finden. 14 Vorschläge wurden eingereicht. Übrig geblieben sind diese vier:
Gamburius: Eine steinerne Inschrift belegt, dass Gamburius Bitburg im Jahr 198 ein Theater schenkte und 50 000 Denare stiftete, damit dort jährlich Spiele zu Ehren der Göttin Flora stattfinden konnten.
Otto Lilienthal: Karl Wilhelm Otto Lilienthal (geboren am 23. Mai 1848) gilt als der Erste überhaupt, der Gleitflüge mit einem Flugzeug absolvierte und damit einen entscheidenden Grundstein für die Luftfahrt legte. Am 9. August 1896 stürzte er mit seinem Flugapparat ab und starb. Sein Vorname qualifiziert ihn besonders, da die Schule im allgemeinen Sprachgebrauch nach wie vor "Otto" genannt wird.
Otto Hahn: Der deutsche Chemiker (geboren am 8. März 1879) gilt allgemein als einer der bedeutendsten der Geschichte und Vater der Kernchemie. Nach den Atombombenabwürfen gehörte der Nobelpreisträger bis zu seinem Tod (28. Juli 1968) zu den schärfsten Kritikern nuklearer Aufrüstung und galt als Vorkämpfer für globale Völkerverständigung. Für seinen Namen spricht, dass die ehemalige Realschule nach ihm benannt war.
Gerda Dreiser: Die Jüngste in der Runde (geboren am 16. Februar 1906 in Malberg) hat einen nachweisbaren Bezug zu Bitburg. Die Heimatdichterin, die bis zu ihrem Tod (6. Januar 1991) in Bitburg lebte, hat sich vor allem wegen ihres Engagements beim Deutschen Roten Kreuz in der Nachkriegszeit verdient gemacht. Nach dem Krieg setzte sich Dreiser, die trotz ihres Sanitätsdienstes kein Mitglied der NSDAP war, für eine Exhumierung und würdevolle Bestattung von fast 300 unbekannten Kriegstoten und Zwangsarbeitern ein.
Nachdem die vier möglichen Namensgeber nun der Schule vorgestellt wurden, sollen nach den Sommerferien Infotafeln erstellt werden. Danach haben die Schüler zwei Wochen Zeit, abzustimmen. Dieses Votum gilt als Entscheidungsgrundlage für die Gesamtkonferenz Anfang Oktober, bei der ein Name mit absoluter Mehrheit gewählt werden muss. Nach den Herbstferien wird sich der Schulträgerausschuss des Kreises mit dem Namensvorschlag der Schule befassen, bevor der Kreistag (wahrscheinlich Ende November) darüber abstimmt. uhe