Reform im Bistum Trier: Obere Kyll wird aufgeteilt

Reform im Bistum Trier: Obere Kyll wird aufgeteilt

Die Grenze verläuft zwischen Jünkerath und Stadtkyll.

Jünkerath/Stadtkyll (fpl) Es ist ein ziemliches Hin und Her mit den Neuerungen im Bistum Trier - beinah wie bei der Kommunal- und Verwaltungsreform.
So war es auch in dieser Woche wieder: Einigen aufmerksamen TV-Leser aus dem Oberen Kylltal war etwas aufgefallen in unserer Berichterstattung über den geplanten Zuschnitt der neuen, jetzt 35 Großpfarreien im Bistum (TV von Donnerstag). Denn darin hatte es geheißen, die Obere Kyll werde, anstatt mit Prüm, nun mit der künftigen Pfarrei Gerolstein zusammengelegt.
Das ist nicht ganz richtig: Die Pfarreiengemeinschaft Obere Kyll, das bestätigt auch Pfarrsekretärin Margit Brandt-Leuwer, werde aufgeteilt: Die Pfarreien Stadtkyll (mit Schönfeld, Niederkyll und Kerschenbach), Ormont (mit Neuenstein) und Hallschlag (mit Scheid) sollen laut aktuellem Entwurf künftig der Pfarrei Prüm angehören - wie Reuth ohnehin bereits.
Alles andere wandert nach Gerolstein. Das sind die Pfarreien Jünkerath und Glaadt, Schüller, Lissendorf (mit Birgel, Gönnersdorf und Basberg), Steffeln und Esch (mit Feusdorf).
"Stadtkyll wollte sowieso nach Prüm", sagt Herbert Meyer vom Verwaltungsrat der dortigen Pfarrei im Gespräch mit dem TV. "Und dem ist entsprochen worden. Wir sind damit einverstanden, wir werden da auch keinen Widerspruch einlegen."
Ein Dorf weiter klingen die Reaktionen auf die Neueinteilung sehr ähnlich: So zeigt sich Rainer Helfen, Ortsbürgermeister und Mitglied im Verwaltungsrat der Pfarrei Jünkerath, mit dieser Einteilung ebenfalls zufrieden. "Wir haben das Bistum damals darauf aufmerksam gemacht, dass die politischen wie die kirchlichen Strukturen nicht deckungsgleich sind und haben das Bistum darum gebeten, das anzupassen."
Und diesem Wunsch, sagt Helfen, "ist das Bistum offensichtlich nachgekommen. So, wie das jetzt aussieht, ist es auch so, wie wir es dem Bistum empfohlen hatten".

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