Regionalentwicklung

Zum Artikel "Aus Ärger wird Wut" (TV vom 5. April) schreibt diese Leserin:

Ärger und Wut entstehen bei den Bürgerinnen und Bürgern, wenn jahrelange Appelle und Tausende von Unterschriften gegen eine massive Erweiterung der Tagebauflächen kein Umdenken bei der Politik bewirken konnten. Hinzu kommt Enttäuschung über die von uns gewählten Politiker, die klare Aussagen verweigern, wie unsere Vulkaneifel vor der weiteren Landschaftszerstörung bewahrt werden kann. Und die bei einer Bürgerdiskussion überwiegend durch Abwesenheit glänzen und ihrer Informationspflicht nicht nachkommen. Und auch Empörung, dass nicht die Politik, sondern die Unternehmer und meiner Meinung nach kurzsichtige Gemeinderäte entscheiden dürfen, ob südlich von Hillesheim ein Tagebau größer als die gesamte Stadtfläche entstehen kann. Oder der bisher unberührte "Roßbüsch" oder der Keltenring auf dem "Steineberg" oder der "Steffelnkopf" mit dem Vulkangarten oder die Dolomitfelsen in Gerolstein als mögliche Abbaugebiete im Regionalplan benannt werden. Ein hervorragender Lichtbildervortrag eines Mitgliedes der IG hat dies an dem Abend in Pelm sehr anschaulich dargestellt. Der Verweis auf das antiquierte Bundesberggesetz hilft uns bei der grundsätzlichen Frage, wie viel Abbau die Vulkaneifel noch verträgt, nicht weiter. Wir können aber die konkrete Steuerung der zukünftigen Abbaugebiete über den Regionalplan beeinflussen. Dazu bietet die Ministerin uns nach dem Abschluss des Anhörungsverfahrens einen "Runden Tisch" an, bei dem unter Beteiligung der Naturschutzverbände und der Bürgerinitiativen über die Einwendungen diskutiert und nach konsensfähigen Lösungen gesucht werden soll. Wichtig für eine erfolgreiche Durchsetzung der Bürgerinteressen sind daher möglichst viele Einwendungen, die innerhalb der Frist bis Anfang Juni an die Planungsgemeinschaft in Trier zu richten sind. Elke Zinke, Daun