Regionalentwicklung

Zur geplanten Tomatenfarm in Mehren schreibt dieser Leser:

Wenn sich die Gemeinde Mehren durch die mehr als berechtigte Kritik partout nicht von ihrem Tomatenprojekt abbringen lassen will, sollte sie sinnvollerweise die Realisierung am ursprünglichen Standort betreiben! Mit Hilfe der Verbandsgemeindeverwaltung Daun können im Flächennutzungsplan und durch Erweiterung des Bebauungsplanes für das bereits bestehende Gewerbegebiet Mehren die planerischen und rechtlichen Voraussetzungen dafür geschaffen werden. Dort ist auch kein hoher Aufwand für eine Abbiegespur an der B 421, für kilometerlange Energieleitungen unter Autobahn und Alfbach, für Ver- und Entsorgung eines zusätzlichen Gewerbegebietes nötig, das in Konkurrenz zu nicht ausgelasteten Gewerbeflächen in den Nachbargemeinden steht! Und, ganz entscheidend: Es ist auch kein zusätzlicher und letztlich nicht ausgleichbarer Eingriff in Natur und Landschaft der Vulkaneifel in einem Waldgebiet oberhalb des Naturschutzgebietes Mürmes erforderlich - nur weil die Gemeinde dort zufällig Eigentümer ist. Völlig unverständlich bleibt die Äußerung des Gemeindebeigeordneten und gleichzeitigen Naturparkgeschäftsführers, der das Projekt am falschen Standort befürwortet. Er sollte sich stattdessen intensiv für die in § 5 der Landesverordnung über den "Naturpark Vulkaneifel" vom 7. Mai 2010 vorgegebenen Ziele zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung der "Vulkaneifel als großräumiges, einheitliches und für Natur und Landschaft bedeutsames Gebiet" einsetzen. Die üblichen Probleme beim Grunderwerb sind durch von der Gemeinde angebotene Ersatzflächen und Entschädigungszahlungen sicherlich lösbar. Bei den enormen wirtschaftlichen Vorteilen im erweiterten Gewerbegebiet Mehren sollten auch die bisher nicht überzeugten Grundstückseigentümer im Interesse der gesamten Gemeinde zum Mitmachen bewegt werden können. Hartmut Schmidt, Daun